6 Tipps, wie Startups bei Webseitenübersetzungen wertvolles Budget sparen

Du denkst darüber nach, mit deinem Startup den internationalen Markt zu erobern? Wenn ja, dann sollte auch bald die Übersetzung deiner Firmenwebseite auf dem Programm stehen. Da das Geld bei Startups aber in der Regel nicht besonders locker sitzt, möchten wir dir nun ein paar wertvolle Tipps geben, wie du bei den Übersetzungen sparen kannst, ohne dabei ins Fettnäpfchen zu treten.

1. Zielmarkt genau definieren

Als erstes solltest du dir überlegen, welche Märkte du überhaupt erobern willst, beziehungsweise welche es sich überhaupt zu erobern lohnt. Vielleicht hast du die Vision, in Japan ganz groß rauszukommen, aber die Japaner können sich im Endeffekt überhaupt nicht für dein Produkt begeistern und du hast umsonst eine Übersetzung deiner Webseite ins Japanische vornehmen lassen.
Eine genaue Analyse deiner Zielmärkte kann dir also dabei helfen, solche unnötige Kosten zu vermeiden. Manchmal ist es nämlich besser, weniger, aber dafür gezielter zu übersetzen. Informiere dich, ob man in deinen Zielländern überhaupt Interesse an deinem Produkt hat und übersetze zunächst in die Sprachen, die den größten Erfolg versprechen.

2. Das richtige CMS verwenden

Einen großen Fehler machen viele Startups schon zu Beginn ihrer Karriere: Sie denken noch nicht im Traum daran, ins Ausland zu expandieren und achten daher nicht darauf, ob das CMS, das sie für ihre Webseite verwenden, auch auf mehrsprachige Inhalte ausgelegt ist. Daher ein genereller Tipp von uns: Schließe niemals von Anfang an aus, dass du künftig internationale Märkte erobern möchtest.

Viele machen nämlich den Fehler, die Webseite auf einem CMS basierend aufzubauen, mit dem es sich schwierig gestaltet, mehrsprachige Inhalte umzusetzen. Dies macht die Arbeit dann nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern auch kostspielig, wenn dafür später teure Programmierer-Stunden anfallen.

Ein empfehlenswertes CMS, das sich gut für Übersetzungen eignet, ist beispielsweise WordPress. Die zahlreichen zur Verfügung stehenden Plugins eignen sich perfekt, um mehrsprachige Inhalte umzusetzen. Du kannst ganz einfach mehrsprachige Inhalte einbinden, aber auch gewisse Formatierungen für andere Länder hinzufügen. Einfacher und günstiger geht es kaum!

3. Maschinelle Übersetzungen vermeiden

Keine Frage, Übersetzungsmaschinen wie Google Translate und DeepL werden dank künstlicher Intelligenz immer ausgefeilter und besser. So können die Programme mittlerweile schon ganze Sätze wunderbar und grammatikalisch richtig übersetzen. Allerdings solltest du eine Sache niemals vergessen: Maschinen haben kein Kontextverständnis und können keine Beziehungen herstellen. So kann es oftmals zu unlogischen, wirren Übersetzungen kommen, die selbst für Muttersprachler nur mit viel Fantasie Sinn ergeben.

Die Frage lautet: Würdest du bei einem Online Shop einkaufen, der nicht in deiner Sprache verfügbar ist? Und wenn die Texte auf einer Webseite vor Fehlern nur so strotzen, erweckt das bei den Usern definitiv keinen guten Eindruck – Stichwort User Experience. Hol dir für längere, aufwendigere Übersetzungen lieber einen professionellen Übersetzer an Bord. Nur für einzelne Worte oder kurze Phrasen kannst du es ausnahmsweise mit maschinellen Übersetzern versuchen. DeepL macht dabei aktuell den besten Eindruck!

4. Einen Muttersprachler Probe lesen lassen

Idealerweise hast du einen Muttersprachler im Bekanntenkreis, der deine übersetzten Texte Probe lesen bzw. Korrekturlesen kann. Wenn du niemanden kennst, der der Zielsprache mächtig ist, kannst du auch online nach Freelancern suchen, die ihre Dienste in der Regel sehr kostengünstig anbieten. Für komplette, umfangreiche Webseitenübersetzungen sind Freelancer zwar nicht unbedingt die beste Wahl, für Lektorate oder ähnliches stellen sie aber in der Tat eine sehr günstige Alternative dar!

5. Kulturelle Gegebenheiten berücksichtigen

Andere Länder, andere Sitten – diesen Grundsatz solltest du stets im Hinterkopf behalten, wenn du dich an die Übersetzungen deiner Webseite machst. Das gilt nicht nur für Texte, auch das Drumherum muss stimmen. Beispielsweise kannst du Einwohnern gewisser Länder eventuell mit den verwendeten Fotos ganz schön auf die Füße treten.
Während es in unseren Breitengraden relativ normal ist, halbnackte Menschen im Internet zu sehen, ist dies in arabischen Ländern absolut tabu. Die Folge: Diese Menschen werden bei dir definitiv nicht einkaufen und im Worst Case bekommst du es mit teuren Abmahnungen zu tun. Informiere dich also vorab über die kulturellen Gegebenheiten, ehe du dich unvorbereitet an die Arbeit machst.

6. Informationen über den Zielmarkt sammeln

Das oben beschriebene Fettnäpfchen kannst du dir ersparen, wenn du dich im Vorhinein ausreichend über deinen Zielmarkt informierst. Zwar kannst du im Internet kostengünstig an Informationen gelangen, noch besser aber ist es natürlich, sich vor Ort selber ein Bild von der Situation zu machen, mit Menschen zu sprechen und aktive Marktforschung betreiben.

Sollte dein Budget keine Reise in ein fremdes Land erlauben, suche dir zumindest einen Insider, der dir weiterhelfen kann. Vielleicht gibt es ja Native Speaker in deinem Umfeld, die über deinen Zielmarkt Bescheid wissen, oder jemand hat länger im Land gelebt und weiß, worauf du bei der Expansion achten solltest. Alternativ kannst du natürlich auch über soziale Netzwerke kostengünstig mit den Menschen vor Ort in Kontakt treten.

Fazit
ÜbersetzungKurze, einfache Textpassagen kannst du in der Regel ohne Probleme maschinell in gängige Sprachen übersetzen. Problematisch kann es jedoch bei komplizierteren Texten und verschachtelten Sätzen werden. Die oben genannten Tipps können dir einen guten Anhaltspunkt geben. Vergiss nur bitte auch bei knappen Budget nicht darauf zu achten, dass deine Seite seriös wirken sollte, damit deine ausländischen Kunden gerne bei dir einkaufen bzw. einen seriösen Eindruck von deiner Webseite haben.

Autor: Christoph Neuhold
Christoph Neuhold’s Zuständigkeitsbereich beim Münchner Übersetzungsbüro Translate Trade ist neben dem Marketing auch das Qualitätsmanagement. Des Weiteren repräsentiert er das Unternehmen auch auf Messen und Workshops im In- und Ausland.

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