Geschäftsreisen: 5 Tipps gegen Jetlag

Auch im digitalen Zeitalter ist es notwendig, Geschäftspartner oder Produktionsstätten vor Ort zu besuchen. Vor allem bei langen Flügen kommt es häufig zum Jetlag. Die Folgen sind Müdigkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit und ein Erschöpfungsgefühl. Unter Umständen treten auch Kopfschmerzen oder Übelkeit auf. Besonders kritisch ist es, wenn aufgrund der Zeitverschiebung die Konzentration und Aufmerksamkeit über mehrere Tage beeinträchtigt werden und damit wichtige Meetings und Besprechungen in eine Schieflage geraten.

Mit etwas Vorbereitung und ein paar hilfreichen Tipps und Tricks lässt sich jeder Jetlag auf ein Minimum reduzieren.
Positiver Nebeneffekt: Umso fitter man generell lebt, umso einfacher gewöhnen sich Körper und Geist an eine Zeitumstellung.

Tipp 1: Reiserichtung beachten
Die größte Herausforderung für Reisende ist die Reiserichtung. Von dieser hängt ab, wie sich die Zeitzonen verändern. Reist man gegen die Sonne, also Richtung Osten, verkürzen sich die Tage und Stunden fehlen. Schnell kann es passieren, dass der Körper aus dem Rhythmus gerät.

Daher empfiehlt es sich, bei Reisen Richtung Osten Nachtflüge zu buchen und bereits während des Flugs zu schlafen. Mit einer Schlafmaske und Kopfhörern lässt sich auch der Tag über den Wolken zur Nacht machen. Wer auf einem Fensterplatz reist, sollte sich einen extra Pullover oder Decke einpacken, denn auf diesen Plätzen wird es bei Langstreckenflügen häufig kalt und ungemütlich.

Wer hingegen mit der Sonne reist, hat mehr vom Tag. Reisende Richtung Westen sollten deshalb versuchen, auf dem Flug gar nicht beziehungsweise so wenig wie möglich zu schlafen. Am besten man bleibt wach. Generell ist es hilfreich, bereits ein bis zwei Tage vor den wichtigen Terminen anzureisen. Somit hat der Körper noch etwas Puffer, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen.

Tipp 2: Rhythmus auf das Zielland anpassen
Bereits während des Flugs können Reisende sich schon mental auf ihr Reiseziel einstimmen, indem sie vorab ihre Uhren auf die Zielzeitzone einstellen. Mit diesem Trick bekommt man ein Gefühl für die bevorstehende Zeitumstellung und kann so einem möglichen Jetlag vorbeugen. Ist es beim Reiseziel Mittag, sollte während des Fluges bereits eine Mahlzeit zu sich genommen werden. Ist es bereits Nacht, empfiehlt es sich zu schlafen beziehungsweise zu ruhen. Durch diese Maßnahmen hat der Körper bei der Landung weniger Probleme, sich dem neuen Rhythmus anzupassen. In jedem Fall sollten Reisende auf vermeintliche Hilfsmittel wie Alkohol oder schlaffördernde Medikamente verzichten.

Tipp 3: Auf die Getränkewahl kommt es an
Auf Reisen, egal in welche Richtung, sollte prinzipiell viel getrunken werden. Das hält die Schleimhäute feucht und verhindert das Austrocknen durch die Flugzeugklimaanlage. Vielflieger schwören auf Tomatensaft, viel Wasser reicht aber auch aus. Alkohol sollte aufgrund seiner ermüdenden und austrocknenden Wirkung vermieden werden. Wer in Richtung Osten reist, sollte auch auf den geliebten Kaffee verzichten – am besten bereits am Morgen des Abreisetages. Durch seine anregende Wirkung ist Kaffee eher kontraproduktiv.

Tipp 4: Viel im Freien aufhalten
Am Reiseziel angelangt, kommt es auf die Tageszeit an: Ist es noch hell, sollte der eigene Rhythmus dazu gezwungen werden, bis zum Abend durchzuhalten. Dies gelingt unter anderem durch viel Zeit an der frischen Luft. Viel Bewegung und Sonnenstrahlen aktivieren die Ausschüttung von aufmunternden Hormonen. Jedoch sollte auch darauf geachtet werden, sich nicht zu überanstrengen, denn schließlich ist der eigene Körper von der langen Reise geschwächt. Am besten eignen sich daher kleine Spaziergänge, um den Rhythmus in Schuss zu halten.

Tipp 5: Blockaden im Kopf vorbeugen
Es helfen die besten Tipps nichts, wenn der Kopf blockiert. Daher sollte nicht ständig hinterfragt werden, wie früh oder spät es zu Hause ist. Besser ist es, am sozialen Leben teilzunehmen und sich so gut wie möglich auf die neue Ortszeit einzustellen.

Neben all den Tipps während und nach der Reise helfen auch kleine Vorbereitungen vor dem Abflug weiter, denn je nach Zielort kann man bereits Zuhause den Körper auf die kommenden Tage oder Wochen einstellen: Kurz vor der Abreise verschiebt man bereits seinen eigenen Zeitplan und geht entsprechend früher oder später am Abend ins Bett.

Wichtig ist: Wer nur einen Kurztrip von wenigen Tagen plant, bleibt am besten bei seinem bestehenden Rhythmus. Sonst kommt man schnell in den doppelten „Genuss“ eines Jetlags. Schließlich benötigt der Körper mindestens einen halben bis ganzen Tag pro zurückgelegter Zeitzone, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Ein Jetlag lässt sich nicht gänzlich vermeiden, kann aber mit etwas Vorbereitung und diesen Tipps deutlich verkürzt werden.

Jörg Schmidt

Jörg Schmidt blickt auf 27 Jahre Berufserfahrung in der Versicherungsbranche zurück und ist Vorstandsmitglied der Care Concept AG. Mit http://im-ausland-arbeiten.com bietet die Care Concept AG ein Informationsportal für langfristige Auslandsaufenthalte an.

Schreibe einen Kommentar

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X