Dienstag, November 30, 2021

Ab und zu bewusst auf die Metaebene gehen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

4m² ist ein digitaler Fitness- und Lifestyle-Coach

Stellen Sie sich und das Startup 4m² doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Georgia, ich bin Sportpsychologin, habe vier Jahre in einer Unternehmensberatung gearbeitet, war dann 1,5 Jahre selbstständig als Coach tätig und leite nun das Team von 4m². 4m² ist ein digitaler Fitness- und Lifestyle-Coach. Wie der Name schon sagt, sind 4m² das Einzige, was du brauchst, um fit und gesund zu sein und dein individuelles Trainingsziel zu erreichen. Wir bieten auf unserer Online Plattform sowohl live Fitnesskurse, als auch Fitness-Videos on demand an. Man arbeitet fast ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. Wer noch mehr Herausforderungen sucht, kann auch bei einer 30-Tage-Challenge mit bekannten Fitness-Influencern mitmachen, welche ebenfalls individuelle Ernährungspläne beinhaltet. Hierbei sind Training und Ernährung auf das jeweilige Fitnessziel, z.B. Yoga, Sixpack oder den perfekten Booty, abgestimmt. Inspiration für gesunde Rezepte kann man natürlich auch so jederzeit auf unserer Plattform abrufen. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Um ehrlich zu sein, war das keine bewusste Entscheidung, sondern hat sich im Laufe einer Idee, die immer präziser wurde, ergeben. Die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie  haben sicherlich auch ihren Beitrag geleistet. Die Idee von 4m² ist dann aus einer Gruppe rund um das Hamburger Fitnessstudio KAIFU-LODGE entstanden. Wir wollten einen ganzheitlichen digitalen Fitness-Coach kreieren, der zum einen vielfältig und modern ist; zum anderen immer auf die individuellen Bedürfnisse der NutzerInnen eingeht – kostengünstig und für jeden, egal wann und wo man ist.

Dieses Angebot wollten wir attraktiver gestalten, als über den klassischen Zoom Link. Dadurch entstanden die ersten Ideen, wie man eine eigene Plattform kreieren kann und was wir den NutzerInnen zusätzlich bieten können. Neben den Basics, die die Plattform können sollte, sind uns immer mehr Features eingefallen. Und das ist immer noch so – unser Backlog ist stets gut gefüllt! Das aus einer Zoom Übertragung dann doch so etwas Großes wächst, hätten wir damals nicht gedacht. 

Was war bei der Gründung von 4m² die größte Herausforderung?

Das richtige Team zu finden. Selber komme ich aus einem ganz anderen Bereich und somit musste ich mich erstmal in die Materie der Produktion, der Video Live-Übertragung uvm. reinfuchsen. Dabei hat sich herausgestellt, welche verschiedenen Experten wir eigentlich benötigen, die nicht zu den „klassischen“ Bereichen wie bspw. Marketing gehören. Wir benötigten direkt Fachleute, die ein Set mit der entsprechenden Technik aufbauen konnten, um eine Live-Übertragung zu ermöglichen. Zudem brauchten wir Videographen, die bei jeder Übertragung am Set dabei sind, dazu noch ein Produktionsteam für den Content in der Mediathek, Ernährungsexperten für die Rezepte, TrainerInnen, die sich vor der Kamera wohlfühlen und das richtige Know-How haben – und natürlich die IT für die Entwicklung der Plattform. Wir haben jetzt ein sehr buntes Team mit vielen verschiedenen Expertisen. Das macht mich sehr stolz und glücklich zu sehen, wie die mit- und voneinander profitieren und lernen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv! Es ist die erste Idee, aus der das Große Ganze wächst und mit der ersten Idee fängt ja erst alles an. Da ist es noch lange nicht perfekt! Die Idee ist nur der Startpunkt und dann darf man sofort ins Handeln kommen. Wenn schon alles perfekt durchdacht wäre, dann müsste die Idee ja so einfältig sein, dass sie zumindest mich schnell langweilen würde. Für mich kommen zu jeder Idee neue Ideen hinzu und das Produkt wächst und entwickelt sich die ganze Zeit weiter. Sicher, manchmal sind auch schlechte Ideen dabei.  Viele unserer Ideen gehen dann aber schon in Richtung Perfektion – das ist unser Anspruch.

Welche Vision steckt hinter 4m²?

Unsere Vision ist, sowohl für den Sportanfänger, als auch für das Muskelpaket herausfordernden Content zu schaffen. Wir wollen eine feste Größe im digitalen Fitnessmarkt werden. Ob Muskelaufbau, Bikini Body, Meditation uvm. – hier ist für alle etwas dabei. Man braucht lediglich 4m² Platz – nicht mehr – und genau das wollen vermitteln.

Wer ist die Zielgruppe von 4m²? 

Unsere Zielgruppe sind all diejenigen, die an Sport, Gesundheit und einem gesunden Lifestyle interessiert sind. Gezielt sprechen wir die jüngeren, Anfang 20-Jährigen bis mitte 40-Jährigen an. Ich denke, diese Altersgruppen fühlen sich in unserem Format auch am wohlsten.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei uns kann sich die Community zum digitale Sport verabreden, sich sehen und miteinander chatten. Die TrainerInnen sind live vor Ort, können die TeilnehmerInnen korrigieren, wenn diese die Kamera einschalten. Zudem sind alle unsere KurstrainerInnen lizenzierte und geprüfte TrainerInnen. Sie bieten Kursformate in höchste Qualität. Für spezielle Fitnessziele haben wir Experten ins Team geholt, die gemeinsam mit einem Sportwissenschaftler die Konzepte kreiert und umgesetzt haben. Wir setzen auf Qualität bei unseren Kursen, damit das Training so effizient und sicher wie möglich ist.

4m², wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen auf jeden Fall noch all unsere Ideen und Visionen für die Plattform umsetzen, unser Backlog ist noch lange nicht ausgeschöpft! Mit 4m² und den TrainerInnen und InfluencerInnrn, die bei uns mit an Bord sind, haben wir enormes Potential für hochwertigen Sport Content. Das wollen wir nutzen, zeigen und vor allem teilen. In fünf Jahren möchte ich das Team von 4m² immer noch gemeinsam mit meinen Partnern leiten. Dann sitzen wir natürlich in einem größeren Büro, weil wir so enorm gewachsen sind. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

– Geduld! Es wird nicht alles sofort laufen, wie geplant. Doch das kann auch viele Vorteile haben. 

– Selbstvertrauen! Dass man sich nicht von irgendwelchen Kommentaren und dem Außen verunsichern lässt.

– Ab und zu bewusst auf die Metaebene gehen, um immer im Blick zu haben “wo stehe ich, wo komme ich her und wo will ich hin!”

Wir bedanken uns bei Georgia Grau für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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