Probiert es einfach aus

3DQR Augmented Reality: Verschmelzung von virtuellen 3D-Modellen mit der realen Umgebung

Stellen Sie sich und das Startup 3DQR doch kurz unseren Lesern vor!
3DQR präsentiert den neuesten Stand der Augmented Reality, mit dem das volle Potenzial der Digitalisierung letztendlich auch direkt in der realen Umgebung verfügbar wird. Wir ermöglichen eine kinderleichte Einbindung von digitalen Live-Informationen und personalisierten 3D-Produkt-Erlebnissen auf beliebigen Printmedien, Objekten oder Umgebungen – die unmittelbare Kundenbindung schaffen und begeisternde Live-Demos garantieren. Dies ermöglicht es unter Anderem, sich ein Möbelstück vor dem Kauf virtuell im eigenen Wohnzimmer anzusehen, beliebige Druckerzeugnisse mit interaktiven 3D-Modellen zu erweitern oder digitale Wartungshinweise direkt über reale Geräte einzublenden. 3DQR bietet erstmalig eine Lösung, mit der sich solche Szenen schnell und einfach, allein auf Basis eines normalen QR-Codes, erstellen lassen.

Wie ist die Idee zu 3DQR entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu 3DQR entstand aus meiner Arbeit am Fraunhofer Institut im Bereich Augmented Reality, zum Teil mit großen Unternehmen wie Volkswagen, Audi und Siemens. Bei der Umsetzung von AR-Systemen wurde dabei immer wieder deutlich, dass die Technologie riesiges Potenzial für Anwendungen in den Bereichen Marketing und Montage/Wartung besitzt, aber deren Einsatz bis dahin sehr aufwändig, teuer und experimentell war. Daraus entstand die Idee, ein neues, einheitliches System zur Darstellung von AR zu entwickeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Am Anfang war tatsächlich das Hauptprobleme die Finanzierung. Mit einer guten Idee allein kann man selten schon spürbare Umsätze machen und auch Investoren sind (zumindest in Deutschland) in der Phase noch sehr zögerlich. Von daher hat die Unternehmensentwicklung in den ersten ein bis anderthalb Jahren einiges meiner privaten Reserven aufgebraucht und Nerven gekostet. Sowie die Technologie grundsätzlich stand und ich schon erste kleine Kundendemos vorweisen konnte wurde es dann stetig einfacher. So konnte ich dann eine Förderung der Investitionsbank bekommen und zwei Business Angels gewinnen, außerdem wuchsen seit dem die Umsätze stetig.

Wer ist die Zielgruppe von 3DQR?
Wir konzentrieren uns aktuell auf den Bereich Produktpräsentationen im industriellen Umfeld, wo es den im Vertrieb größten Bedarf dafür gibt, auch sperrige Produkte “immer dabei” zu haben oder dem Kunden einfach mal auf einem Flyer “mit zu geben”. Damit tragen wir dazu bei, eine emotionale Bindung zum Produkt und Unternehmen aufzubauen. Die QR-Codes passen auf jedes Plakat, Produktverpackung oder Flyer. Es besteht aber auch die Möglichkeit die eigene Visitenkarte mit einer persönlichen Botschaft zu versehen.
Weitere Vorteile unserer Technologie liegen im Service- & Wartungsbereich, wie die Möglichkeit, komplexe Anlagen oder Anleitungen einfacher darzustellen. Augmented Reality soll dabei helfen, den Arbeitsalltag zu erleichtern.
Außerdem befinden wir uns gerade in der Entwicklung einer Plattform, die die Erstellung von AR-Szenen -für den Nutzer selbst- ermöglichen wird.

Wie funktioniert 3DQR?
Der User lädt sich die kostenlose 3DQR-App auf sein Smartphone oder Tablet, scannt z.B. den speziell vorbereiteten QR-Code eines Automobilherstellers ein und plötzlich steht das Fahrzeug (auf dem Display des Smartphones / Tablets) komplett als 3D Modell vor ihm, so als stände es wirklich auf seinem Schreibtisch. Der Nutzer kann daraufhin mit dem virtuellen Fahrzeug interagieren und es beispielsweise von allen Seiten betrachten, Türen öffnen, die Lackierung ändern oder aber andere Details einblenden.

Welche Vorteile bietet 3DQR?
Bei der bisherigen Entwicklung von Augmented Reality Szenen, war die Entwicklung einer eigenen kostenintensiven App notwendig. Wir ermöglichen mit unserer kostenlosen Universal-App eine unbegrenzte Anzahl an AR Szenen, welche deutlich schneller und einfacher als bisher erstellt werden können. Durch die Nutzung von QR-Codes können wir hundertprozentige Erkennungssicherheit garantieren, die bei der Verwendung von Bildmarkern nicht gewährleistet werden kann. So ist auch die Aufwertung eines bereits verwendeten QR-Codes durch eine 3D Szene möglich.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir haben eine Lösung entwickelt, die durch Verknüpfung mit der existierenden QR-Code-Technologie den Aufwand zur Erstellung einzelner Augmented-Reality-Inhalte drastisch reduziert. Mit 3DQR wird die Erstellung einer Augmented-Reality-Einblendung einfacher als die Entwicklung einer Website.

Noch in diesem Jahr wird zudem eine Online-Konfigurator-Plattform fertiggestellt. Unternehmen können dann per simplem Baukastenprinzip eigene AR-Szenen aus verschiedensten Quellen zusammenstellen und selbstständig auf ihren QR-Codes platzieren. Durch die damit erreichte, uneingeschränkte AR-Szenen-Vielfalt und den Aufbau auf dem etablierten QR-Code-Standard wird erstmals die Voraussetzung für einen anwendungsübergreifenden Augmented Reality Standard geschaffen.

Wie ist das Feedback?
Generell sind die meisten Menschen, die unsere Technik live sehen und testen, absolut begeistert. Bei kommerziellen Projekten zeigt sich, dass initial zwar bei unseren Kunden ein paar interne Hürden überwunden werden müssen, um so eine innovative Technologie effektiv einzusetzen, nach einem ersten Projekt die meisten aber so überzeugt von den Ergebnissen sind, dass viele weitere Anwendungen entstehen.

3DQR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere langfristige Vision ist es, Augmented Reality als eigenen, neuen Werbekanal zu etablieren. Wir wollen mit unseren Lösungsansätzen die Welt der Augmented Reality mitgestalten und eine Vorreiterrolle einnehmen. Und das nicht nur in Deutschland, sondern international.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Zunächst mal: probiert es einfach aus! Bei der ersten Gründung sollte man am Anfang darauf achten, sein persönliches Risiko zu minimieren (also z.B. hohe private Kredite eher vermeiden), sich einen Plan machen wie man das nächste Jahr notfalls auch ohne Einnahmen überstehen kann und sich dann einfach voll auf die Gründung stürzen! Sehr viele Dinge, die bei einer Gründung wichtig sind lernt man erst wenn man sie wirklich benötigt (oder manchmal auch wenn es schon zu spät ist), darum sollte man auch bereit sein, Fehler einzusehen und ggf. nochmal komplett umzuschwenken. Auf einige Herausforderungen kann man sich durch gute Vorarbeit und erfahrene Mentoren vorbereiten, für andere muss man einfach eigene Erfahrungen sammeln.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Anderson für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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