Klare Visionen!

361 XR Virtual- und Augmented Reality und Machine Learning

Stellen Sie sich und das Startup 361 XR doch kurz unseren Lesern vor!
361 Extended Reality ist ein EdTech Startup, das effektive und bewährte Lernkonzepte (auch ​Accelerated Learning Techniken genannt) mit neuen Technologien kombiniert, um Lernerfahrungen persönlicher, interaktiver und nachhaltiger zu gestalten. Wir sind ein Team von acht Mitarbeitern und zwei Advisorn, sitzen in München und bieten Produkte im Soft-Skill- sowie Digitale Kompetenzen-Bereich mit Hilfe von Virtual- und Augmented Reality und Machine Learning an. Unser Anliegen ist es, das Lernen der Zukunft mitzugestalten, um dadurch mehr Menschen auf die Zukunft der Arbeit vorzubereiten und ihnen die Skills zu vermitteln, die ihnen ermöglichen, in einer schnelllebigen und sich rasant verändernden Welt trotzdem Erfolg und Erfüllung zu finden.

Ich bin Jonathan Sierck und seit meinem 18. Lebensjahr selbstständig. Ich bin Autor von vier Büchern: ​Fü(h)r Dich Selbst , Selbstbewusstsein & Authentizität , Wie kannst Du nur?! ​und ​Junge Überflieger und Gründer und Geschäftsführer von 361 Extended Reality. Seit meiner Schulzeit in Kapstadt setze ich mich intensiv mit der Frage nach dem besseren und schnelleren Lernen und dem Aneignen von neuen Skills auseinander. Hierzu habe ich Experten in verschiedenen Themen auf der ganzen Welt besucht, um von ihnen zu lernen. Ich habe selbst einige Seminare und Vorträge konzipiert, und das Themas des “​Accelerated Learning​” im Mittelstand, bei Großunternehmen und Privatpersonen vermittelt.

Neben der Gründung und dem Aufbau von zwei StartUps, 361 Extended Reality GmbH and Inspired World GmbH, habe ich studiert und promoviere gerade über Künstliche Intelligenz in München.

Wie ist die Idee zu 361 XR entstanden?
Die Ursprungsfrage war: Wie kann der Mensch beim besseren Lernen noch besser unterstützt werden? Eine der großen Herausforderungen heutzutage ist die Fähigkeit, sich beim Lernen auf eine Sache zu konzentrieren. Wir werden permanent abgelenkt und tun uns entsprechend schwer dabei, den Fokus ausschließlich auf den Lerninhalt zu richten – was dafür sorgen würde, dass wir den bestmöglichen Output generieren; egal ob wir uns eine neue Fähigkeit oder uns weiteres oder ergänzendes Fachwissen aneignen möchten. Wenn wir wirklich gut in etwas werden wollen, dann müssen wir voll bei der Sache sein.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf und Expertise im Lernbereich, habe ich mich dann zusammen mit anderen Experten mit neuen Technologien, wie Virtual und Augmented Reality und Machine Learning, im Zusammenhang mit dem besseren Lernen intensiv befasst.

Es war von Anfang an klar, dass altbewährte Didaktik-Ansätze mit den neuesten Technologien kombiniert werden müssen, um den Nutzern Freude und intrinsische Motivation am Lernen zu verschaffen und gleichzeitig ein Medium zu nutzen, dass konzentriertes, interaktives Lernen sicherstellt. Mit diesem Ansatz haben wir dann ein interdisziplinäres Team von motivierten Mitarbeitern zusammengestellt, das Expertise in den Bereichen Didaktik und Lern-Konzeption, Storytelling und User-Experience, Entwicklung, Umsetzung und Marketing mitbringt und haben angefangen, erste Prototypen zu produzieren.

Welche Vision steckt hinter 361 XR?
Von Beginn an war die große Frage: Wie sieht die Zukunft des Lernens aus und welchen nachhaltigen und zukunftsorientierten Beitrag können wir dazu leisten? Drei Sachen stehen dabei für uns außer Frage: 1. Die digitale Lernerfahrung wird zunehmend persönlich und individualisiert sein. 2. Das Lernen wird immer interaktiver und immersiver. 3. Der Mensch lernt am konzentriertesten, wenn er erkennt, wieso der Lerngegenstand für ihn von Bedeutung ist und wenn er von jemandem lernt, der für ihn ein Vorbild darstellt oder zumindest eine beeindruckende Expertise mitbringt.

Unsere Vision ist es, diese Ebenen miteinander zu verbinden. Individuelle Lernwege und Lernerfahrungen zu schaffen, die den Lernenden dort abholen, wo er steht, und ihn dabei unterstützen, dort hinzukommen, wo er aus Überzeugung hin will.

Der Weg zum Ziel soll dabei mit ansprechenden, interaktiven und unterhaltsamen Lerninhalten gefüllt werden. Wobei wir weggehen vom Ansatz: In Zukunft soll alles leichter und schneller sein. Das Erlernen wesentlicher Fähigkeiten muss herausfordernd sein, sonst wird nur an der Oberfläche gekratzt. Die Inhalte werden dabei von internationalen Top-Experten vermittelt, die wir intern auch gerne “Giants” nennen. Ganz nach dem Gedanken von Newton: “Wenn ich weiter gesehen habe als andere, dann nur weil ich auf den Schultern von Giganten gestanden bin.”

Den Zugang zu “Giants” wollen wir möglichst vielen Menschen ermöglichen und die Lernerfahrung so gestalten, dass nicht mehr nur ​von Experten gelernt wird, sondern viel mehr direkt ​mit​ ihnen – durch die immersiven Technologien, die wir dafür einsetzen.

Der letzte Punkte der Vision bezieht sich auf den Impact, der dadurch erzeugt werden soll. Wir stellen uns intern oft die Frage nach der Zukunft der Arbeit und wie wir dabei unterstützen können, Unternehmen und Privatpersonen auf diese Zukunft vorzubereiten. Deshalb schreiben wir es uns auch auf den Schirm, möglichst viele Menschen “Digital Fit” zu machen, sprich ihnen Digitale Kompetenzen zu vermitteln, dass sie sich nicht irgendwann dem schnellen Wandel und der stetig zunehmenden Innovationsgeschwindigkeit ausgeliefert sehen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die entscheidende Frage ist natürlich immer, worauf richtet man zu Beginn seinen Fokus, um sich nicht zu verzetteln. Wir hatten wahnsinnig viele Ideen und Möglichkeiten, mit Kunden zu arbeiten und haben uns immer wieder mit der Frage konfrontiert gesehen: Bleiben wir damit auch unserem Weg treu? Das ist nicht so einfach, wenn man Mitarbeiter bezahlen muss, die Firmenbewertung und Investorensicht im Hinterkopf hat, sich selbst nicht zu verbiegen und den größeren Plan nach vorne treiben will.

Wir haben außerdem früh gemerkt, dass die Hardware noch nicht so weit ist, wie wir es intern gerne hätten (das ändert sich zum Glück in großen Schritten) und der Markt im deutschsprachigen Raum noch für das Thema ‘Lernen in Kombination mit neuen Technologien’ sensibilisiert werden muss. Amerika und Asien sind da schon etwas weiter und es ist dort auch nichts ungewöhnliches mehr, dass zum Beispiel im Schulunterricht mal mit VR-Brillen oder AR-Applikationen gearbeitet wird.

Zu Beginn, als wir erste Prototypen entwickelt haben, haben wir uns eine Zeit lang selbst finanziert. Dieses Jahr haben wir dann eine erste Seed-Finanzierungsrunde abgewickelt.

Wer ist die Zielgruppe von 361 XR?
Wir sprechen vor allem größere Mittelständler und Konzerne (vor allem deren HR-, Management- und Vertriebsbereiche) an, die in der Industrie unterwegs sind, und nach innovativen Möglichkeiten ihre Mitarbeiter zu schulen, Ausschau halten. Hier greifen unsere “Digital Competencies” Produkte und Themen sehr stark. Dadurch, dass wir “​Accelerated Learning​” und “innovative Lernerfahrungen” verkaufen, sprechen wir außerdem High-Performance-Einrichtungen – Sportvereine, Beratungen und Firmen sowie Verbände, die über den Tellerrand hinausblicken – an.

Wie funktioniert 361 XR?
Wir entwickeln einerseits eigenständige Lern-Software Produkte (über VR und AR), zum Beispiel im Bereich “Digital Competencies”, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Je nach Größe des Unternehmens schalten wir unterschiedlich viele Zugänge für das jeweilige Produkt frei – also die Software-Anwendung – und die Mitarbeiter können die Inhalte über VR-Brillen oder über ein Tablet als AR-Anwendung konsumieren. Wir bieten dabei ein “Rundum-Sorglos” Paket an, bereiten alle Inhalte ansprechend auf, beraten bei der Hardware und begleiten die Anwendung.

Alternativ stimmen wir Tailor-Made Lösungen direkt mit Endkunden ab. Wenn ein Unternehmen beispielsweise die eigenen strategischen Ziele und die größere Vision greifbar und heute schon erlebbar machen oder ihre Mitarbeiter in einem bestimmten Gebiet weiterbilden möchte, dann entwickeln wir speziell angefertigte Lösungen dafür.

Wir entwickeln dann das Konzept, produzieren die Inhalte und bieten auch hier das “Rundum-Sorglos” Paket an.

Welche Vorteile bietet 361 XR? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir haben unsere interne Expertise bewusst breit gestreut, um dem Kunden einen all-inclusive Service zu bieten. Im Gegensatz zu klassischen Agenturen, ​e-Learning oder ​blended learning Angeboten bieten wir nicht nur die Entwicklung bzw. reine 2D-Videos an, sondern sind vor allem Experten in den Bereichen: “Accelerated Learning”, “unterhaltsame, immersive User-Experiences”, “volles Ausschöpfen der Technologien” und “agile Entwicklung” an der Seite des Kunden (letzteres nur bei Tailor-Made Lösungen).

Wir kombinieren didaktisches Know-How, erstklassiges Storytelling bzw. Nutzererfahrung mit State-of-the-Art Technologie Lösungen, um erstklassige Produkte zu erstellen und Unternehmen Lösungen in VR und AR für Onboardings, Management Skills, Diversity Themen und “Digital Competences” zu bieten. Menschen brauchen in der schnelllebigen Welt von heute eine Kombination aus gezielter Fokussierung, Freude und Unterhaltung an der Sache und dem Gefühl von Fortschritt. Das bieten wir ihnen.

Unser inhaltlicher Fokus ist einfach ein anderer, als es bei anderen Anbietern der Fall ist.

361 XR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir werden uns zunehmend zu einem Anbieter hin entwickeln, der seine Inhalte auch Endnutzern für günstigere Preise anbieten kann. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, dass möglichst viele Menschen international Zugang zu den besten Inhalten von den besten Experten mit Hilfe neuester Technologien bekommen. Außerdem werden wir den Bereich Machine Learning noch mehr vertiefen, um die Lernwege noch individueller und relevanter für den Nutzer zu machen.

Die persönliche Ebene steht dabei stark im Vordergrund. Von den Themen her werden wir weiterhin für Zukunfts-Skills (Skills, die den Menschen auch zukünftig einzigartig machen und nicht durch Maschinen ersetzt werden) und Digitale Kompetenzen stehen.

Wir werden die Zukunft des Lernens mitgestalten und uns immer wieder neue Wege einfallen lassen, wie sich Lernerfahrungen noch besser gestalten lassen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Fokus​: Vor allem zu Beginn kommt man schneller und besser voran, wenn man ​eine​ Sache gut macht, anstatt jede Idee umsetzen zu wollen und sehr sprunghaft ist.

2. Klare Vision​: Man muss genau wissen, wofür man etwas macht, sonst hört man beim ersten Gegenwind – der unvermeidlich kommen wird – sofort wieder damit auf. Das Gründer-Dasein ist kein einfaches und wenn man sein Warum nicht kennt, bricht man ein, wenn man auf den Prüfstand gestellt wird, hinfällt und es mal phasenweise anders läuft, als geplant.

3. Geduld​: Gut Ding will Weile haben. Egal wie schnell die Welt da draußen sich zu bewegen scheint, wer tiefe Bretter bohren will, muss sich darauf gefasst machen, dass es länger dauern wird, als erwartet. Der große Erfolg trifft immer nur die, die länger im Ring bleiben, als es andere für ratsam erachten.

Fotograf/Bildquelle ©Nils_Schwarz

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jonathan Sierck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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