Montag, April 19, 2021

3 Sicherungsstrategien für Unternehmen in Krisen und rauen Wirtschaftszeiten

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Startups sind mit ihrer Innovationskraft und Kreativität der Motor der globalen Wirtschaft und der gesellschaftlichen Entwicklung. Wir bieten akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer und Startups als auch für Investoren, Ideengeber und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

Sie sind als Unternehmer ein wichtiges Mitglied der Wirtschaft und tragen mit Ihren Produkten, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen etc. zum Erhalt dieser bei.

In Krisenzeiten können jedoch auch gut positionierte Firmen ins Straucheln geraten – wenn sie nicht vorbereitet sind.

Als Unternehmer ist es daher Ihre Verantwortung, dass Sie auf Notsituationen vorbereitet sind. Die Historie hat gezeigt, dass es neben den herkömmlichen unternehmerischen Risiken auch Sonderkrisen wie eine hohe Inflation, Staatseingriffe und Währungsreformen geben kann. Die Finanzmarktkrise ist vielen Unternehmen noch gut in Erinnerung, wobei diese im historischen Vergleich nicht zu den Kritischsten zählt. Wir befinden uns aktuell auf einem historischen Hoch der Welt-Gesamtverschuldung und die Staatsverschuldungen in Europa mit über 10 Billion Euro zeigen weiter „Richtung Norden“. Hinter vorgehaltener Hand gibt es Stimmen, dass es den Euro in 5 Jahren nicht mehr als Währung geben könnte.

Was auch immer die Zukunft bringt, für Sie als Unternehmer ist es wichtig auf Sonderkrisen vorbereitet zu sein, um Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter durch schwierige Krisen manövrieren zu können. Diese 3 Strategien können Sie im schlimmsten Fall vor einer Insolvenz schützen.

1. Liquidität – Cash is King

Bei vielen Unternehmen, die insolve nt geworden sind, liegt das Problem nicht in der Rentabilität. Einer der häufigsten Gründe ist „nur“ eine fehlende Liquidität. Die in Bedrängnis geratenen Unternehmen können temporär ihre offenen Forderungen nicht begleichen, keine neuen Wareneinkäufe tätigen und Gehälter nicht mehr bezahlen. Sie sind geschäftsunfähig. Um das zu vermeiden, sollten Sie immer über genug Reserven verfügen. Wie hoch Sie die Liquiditätsreserve exakt ansetzen ist Ihre Entscheidung. Wir empfehlen Ihnen mindestens 6 Monate Unternehmensausgaben jederzeit verfügbar zu halten und Sie in dieser Zeit den gesamten Geschäftsbetrieb aufrechterhalten können, besser 12 Monate.

2. Fremdwährungen und Gold/Silber

In der Vergangenheit gab es historisch immer wieder Währungsreformen und Inflationen. Wussten Sie z.B. laut FAZ, dass wir seit 1800 in Deutschland und Österreich 7 Währungsreformen hatten?

Diese können im Worst-Case die vorher angesprochene Liquidität grundsätzlich entwerten. Kommt es zu hoher Inflation oder gar einer Währungsreform so ist dieses liquide Vermögen in Form von Bankguthaben oder auch Bargeld in Gefahr. Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll einen großen Teil Ihrer Liquiditätsreserven in Fremdwährungen oder Edelmetallen zu halten. Sollte es im Euroraum zu einer Krise kommen, sind stabilere Währungen wie z.B. der Schweizer Franken oder norwegische Kronen weniger stark betroffen und trotzdem für Sie schnell verfügbar. Edelmetalle haben sich in der Vergangenheit als krisensicher erwiesen und sind oft genau dann in ihrem Wert gestiegen. Gleichzeitig lassen sie sich schnell wieder zurück in Papierwährungen tauschen. Dies sind zwei gute Euro-Alternativen, sollte es im Euroraum zu einer hohen Inflation oder einer Währungsreform kommen.

Ein Drittel-Mix von Euro – Devisen und Gold/Silber kann durchaus Sinn machen.

3. Achtung vor Bankkonten Bail-In

Aufgrund der Niedrigzinspolitik wird den Banken seit Jahren mehr und mehr die Geschäftsgrundlage entzogen. Durch gesunkene Margen wird es für sie immer schwieriger Gewinne zu erzielen und Verluste zu vermeiden. Sehr interessant in diesem Kontext sind die mahnenden Vorträge und Worte des Banken- und Unternehmensberaters Dr. Markus Krall, der die Banken aus dem FF kennt.

Geht möglicherweise die vorher sicher geglaubte Bank insolvent, so kann zukünftig das sogenannte Bail-In greifen. In diesem Fall dürfen die Gelder der Kunden zum Teil einbehalten werden, um die angeschlagene Bank zu sanieren. In Zypern lag die Grenze bei 100.000€, kann im Falle der Fälle aber auch niedriger sein. Das heißt Ihr Bankguthaben über 100.000€ kann gefährdet sein und Sie können einen Teil oder sogar alles über den dann geltenden Betrag verlieren. Es ist daher empfehlenswert, Ihr Guthaben über mehrere Banken und Konten zu streuen und tendenziell konservative Banken zu nutzen, wie Raiffeisenbanken, Sparkassen oder Kantonalbanken in der Schweiz. Diese spekulieren weniger an den internationalen Märkten und das Risiko einer Insolvenz ist geringer.

Gesamtfazit:

Die Geschichte hat gezeigt, es kann immer wieder zu Krisen kommen, daher ist es wichtig, dass Sie vorsorgen, damit Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter auch kritische Zeiten gut überstehen. Mit diesen Strategien können Sie Krisen abwenden und gestärkt aus ihnen hervorgehen. Je besser Sie Krisen überstehen, desto wahrscheinlicher ist Ihre Pole- Position, wenn der Markt neu aufgeteilt wird. Wichtig ist, dass Sie vorsorgen, denn solche Maßnahmen kommen oftmals überraschend. Ganz gleich wie gut Sie momentan positioniert sind. Ein verantwortungsbewusster Unternehmer beschäftigt sich immer auch mit dem Worst-Case, hoffend, dass er nie eintritt. Viel Erfolg!

Thorsten Wittmann, Jahrgang 1983, ist internationaler Finanzautor und Speaker und ermittelt hochwirksame Praxis-Strategien, die Geldsicherheit und finanzielle Freiheit garantieren. Zusammen mit seinem internationalen 7-köpfigen Team klärt er Menschen mit „Klartext“ darüber auf, was Banken und Politiker gerne verschweigen. Thorsten Wittmann reist um die Welt und recherchiert vor Ort die besten Geldanlagen und Finanztipps für seine Klartext-Community. Seine internationale Bekanntheit und inspirierenden Vorträge machen ihn europaweit zu einem gefragten Redner auf Kongressen und Seminaren.

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