Samstag, Oktober 16, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

2bag stylische Kombination aus Rucksack und Fahrradtasche

Stellen Sie sich und das Startup 2bag doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Leander und Karl aus Aachen. Dieses Jahr haben wir unser Abitur gemacht. Als Karl vor ein paar Monaten 18 geworden ist, haben wir sofort gegründet. Unsere Idee: Die Kombination von Rucksack und Fahrradtasche, 2bag! Als wir beide 2018 für ein halbes Jahr in Neuseeland waren und dort viel mit dem Fahrrad gereist sind, störte es uns immer Gepäck mitzunehmen. Der Rucksack nervt beim Fahrradfahren und die Fahrradtasche ist beim Fahrradfahren zwar praktisch, doch sobald man absteigt, wird auch diese zu einem Problem. Sie ist unhandlich und besonders gut sieht sie auch nicht aus. Alle Lösungen, die es bereits gab fanden wir nicht wirklich überzeugend. Also haben wir es selbst gemacht! Und nach fast drei Jahren Entwicklung und unzähligen Prototypen ist es nun endlich so weit, dass wir ein marktreifes Produkt haben. Vor ein zwei Wochen ist unser Crowdfunding gelaunched damit 2bag nun endlich zur Realität wird.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als wir 2018 in Neuseeland waren, haben wir nicht nur gesehen, dass wir Probleme lösen und eigene Produkte entwickeln möchten. Sondern auch die Selbständigkeit und die damit verbundene Freiheit hat uns gut gefallen. Wir konnten weit weg, am anderen Ende der Welt völlig frei unsere eigenen Entscheidungen treffen. Das hat uns so gut gefallen, dass wir das auch auf unser Leben nach der Schulzeit übertragen wollten. So war für uns klar, dass wir früher oder später mal ein Unternehmen gründen möchten. Hinzu kam noch die Idee von 2bag, die wir ja sowieso schon hatten.

Welche Vision steckt hinter 2bag?

2bag soll jedem Menschen der regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, eine nie dagewesene Flexibilität bieten. 2bag vereint zwei Welten des Alltags dadurch, dass 2bag beides auf einmal ist. Rucksack und Fahrradtasche. Wir haben uns auch die Frage gestellt: Wie kann man maximale Praktikabilität mit gutem Aussehen verbinden? Herausgekommen ist 2bag.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es war schwer einen Anfang zu finden. Wir hatten damals noch nie etwas von Produktentwicklung oder Ähnlichem gehört. Also haben wir uns einfach an die Nähmaschine unserer Nachbarin gesetzt und einen Prototypen nach dem anderen genäht. Am Anfang waren die Ergebnisse noch weit von unseren Vorstellungen aus Neuseeland entfernt. Doch Stück für Stück wurde es besser. Eine weitere Herausforderung war die Suche nach einem Produzenten. Schließlich wollten wir nicht ewig an der Nähmaschine sitzen. Schlussendlich sind wir bei Deuter fündig gefunden, die jetzt unser Produktionspartner sind. 

Was die Finanzierung angeht haben wir bisher alles aus eigener Tasche gezahlt, größtenteils aus Rücklagen, die unsere Eltern eigentlich für unser Studium angelegt hatten. Besonders für die Patente mussten wir viel Geld in die Hand nehmen. Zur Finanzierung der ersten Serie von Produkten läuft gerade unser Crowdfunding.

Wer ist die Zielgruppe von 2bag?

2bag ist für jeden gedacht der das Fahrradfahren liebt. Für jeden der das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, einen Einkauf, den Stadtbummel oder auch für kleinere Touren nutzt. 

Wie funktioniert 2bag? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

2bag lässt sich durch unser patentiertes Klappsystem in nur 7 Sekunden von Fahrradtasche in Rucksack umwandeln. Durch unser innovatives Klappsystem sind Träger und Trageseite des Rucksacks bei der Nutzung als Fahrradtasche vor Verschmutzung und Nässe geschützt. 

Andere Taschen, die versuchen Rucksack und Fahrradtasche zu kombinieren bieten oft viele Nachteile. Angefangen bei der Umwandlung. Diese ist oft kompliziert und dauert lange. So wird die Fahrradtasche nicht umgewandelt und stört sobald man vom Fahrrad absteigt. 

Ein weiterer Nachteil ist, dass bei vielen Anbietern die Träger und Trageseite des Rucksacks bei der Nutzung als Fahrradtasche nicht vor Verschmutzung und Nässe geschützt sind. Besonders für Personen die regelmäßig und auch mal bei einer nassen Straße zum Fahrrad greifen wird die Funktion des Rucksacks so unbrauchbar.

Der nächste Punkt ist der Tragekomfort. Viele Konkurrenz-Produkte verfügen über kein Rückenpolster oder die Haltevorrichtung für den Gepäckträger befindet sich sogar an der Trageseite und drückt so unangenehm beim Tragen des Rucksacks.

2bag löst all diese Probleme ausnahmslos. 

Ein weiterer Punkt ist das Design, welches nicht an eine Fahrradtasche erinnert, sondern den Eindruck eines schicken und schlichten Rucksacks macht. So kann 2bag auch mal zu förmlicheren Anlässen genutzt werden.

2bag, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

2bag soll es in ein paar Jahren Online aber auch in den meisten Fahrradfachgeschäften zu kaufen geben. Gerade planen wir an weitern Produkten rund ums Fahrrad. 2bag ist das erste Produkt der Outdoor- und Lifestyle-Marke Otinga. Wir haben uns für den Namen Otinga entschieden, da Otinga Lösung auf Maori bedeutet, die Sprache der neuseeländischen Ureinwohner. Wir möchten weitere Produkte entwickeln, die das alltägliche Leben der Menschen einfacher machen. 

Außerdem planen wir auch eine Expansion über Deutschland hinaus. Die Niederlande ist ein sehr interessanter Markt für uns, da dort das Fahrrad eine noch größere Rolle spielt. Aber auch andere europäische Länder wie zum Beispiel Luxemburg oder Österreich bieten große Chancen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir stehen selbst noch ganz am Anfang deshalb sehen wir uns nicht unbedingt in der Position wichtige Tipps zu geben. Jedoch können wir sagen, dass man mit etwas Arbeit und Glauben an sich selbst einiges erreichen kann.

Wir bedanken uns bei Karl Fischer und Leander Mellies für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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