11Spielmacher – Mach dein Spiel!

11Spielmacher: vernetzt Fußballer und ermöglicht kinderleichte Organisation von Sportrunden

Stellen Sie sich und Ihr Startup 11Spielmacher doch kurz vor!
11Spielmacher wird Millionen Hobby-Kickern in Deutschland ihr Sportlerleben erleichtern. Unsere Apps machen Sportanlagen buchbar, vernetzen Fußballer und ermöglichen in wenigen Schritten eine kinderleichte Organisation von Sportrunden: Wer kann? Wann ist die beste Zeit und wo wird überhaupt gekickt? Wichtig für ein Angebot wie unseres wird es zum einen sein, auf die vielen kleinen Spezifika der Sportart einzugehen: Etwa durch Funktionen wie eine Warteliste oder ein Split-Payment System, das es den Sportlern ermöglicht, sich gemeinsame Rechnungen für gebuchte Sport-Angebote zu teilen. Zum anderen liegt die Besonderheit darin, dass kostenlose Spieler-orientierte Anwendungen direkt an die Buchungssysteme von Sportanlagenbetreibern angebunden werden, sodass Sportorganisation und Buchung lückenlos stattfinden kann.
Seit dem vergangenen Jahr arbeiten wir in einem dreiköpfigen komplementären Gründerteam an der Umsetzung. Zum Kern-Team gehören ein Programmierer ein Betriebswirt und ein Spezialist für Innovationskommunikation. In so einem kleinen Team sind wir aber natürlich trotzdem immer wieder auf Unterstützung aus unserem Netzwerk angewiesen. Zurzeit sind wir dabei, uns in verschiedenen Bereichen wie dem Vertrieb und der Webentwicklung zu verstärken.

Wie ist die Idee zu11Spielmacher entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee hinter 11Spielmacher entstand aus einem eigenen Problem heraus. Zwei der drei Gründer lebten während ihrer Studienzeit in einer gemeinsamen WG. Der wöchentliche Ausflug auf den Bolzplatz und in die Soccerhalle wurde zum festen Ritual. Doch aufgrund einer gewissen Fluktuation unter den Mitspielern (Verletzungen, Jobwechsel, Studium…) suchten wir selbst häufiger nach neuen Mitspielern für unsere Fußballrunde. Leider fanden wir im Internet damals noch kein passendes Angebot. Gleichzeitig waren wir es, die unsere Fußballrunde organisierten. D.h., man schlägt Termine und Spielorte vor, telefoniert, schreibt Nachrichten, telefoniert wieder, bucht, kümmert sich um die Abrechnung und und und… das ist mehr Aufwand als man denkt. Außerdem waren wir häufig in Soccerhallen unterwegs, die nur telefonisch oder per E-Mail gebucht werden konnten. Nicht gerade praktisch, wenn man sich gerade mühsam auf einen Termin geeinigt hat und dann erst erfährt, dass zu dieser Zeit kein passender Platz in der Sportanlage frei ist. Und so führte eins zum anderen. Über ein Portal für Gründer fanden wir dann recht schnell unseren drittenMitstreiter.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Der Ursprung unserer Idee ist schon wesentlich älter als der Projektstart. Der erste Ansatz war etwa 2009 da, die ersten ernsthaften Recherchen und Gedanken zum Geschäftsmodell entwickelten wir aber erst vier Jahre später.Unseren Businessplan strickten wir dann ab Ende 2014 und unsere erste Finanzierungsrunde und damit „11Spielmacher in Vollzeit“ gab es Mitte 2015.
Bevor es für uns im vergangenen Jahr mit dem EXIST-Gründerstipendium losging, war es eine große Herausforderung neben dem eigentlichen Job genügend Zeit für 11Spielmacher zu finden.
Ansonsten sind es die vielen kleineren Hürden, vor denen viele Gründer früher oder später stehen werden: Wie findet man mit vergleichsweise geringen Mitteln das passende Personal und gute Dienstleister? Wie erreicht man genau die potenziellen Kunden, die man möchte? Und warum hält einen die Bürokratie so oft von den wesentlichen Aufgaben ab? Eines steht fest: Langweilig wird einem als Gründer auf jeden Fall nie.

Wer ist die Zielgruppe von 11Spielmacher?
Zunächst mal besteht unsere Zielgruppe aus den rund zehn Millionen Hobbykickern in Deutschland. Also all jenen, die keine Organisation durch ihre Fußballvereine und Verbände erfahren. Dazu gehören Bolzplatzpöhler, Spieler in bunten Ligen, Fußballer in Soccerhallen, Betriebssportler sowie Uni- und Schüler-Mannschaften. Wir starten zwar mit Fußballern in NRW, mittelfristig möchten wir aber auch für Anhänger anderer Sportarten und über Deutschlands Grenzen hinaus ein unverzichtbares Angebot schaffen.

Wie funktioniert 11Spielmacher
Aus Nutzersicht funktioniert 11Spielmacher ganz einfach. Über die Webseite (Webapp) oder eine der beiden nativen Apps (iOS & Android) kann man sich kostenlos anmelden und anschließend in drei Schritten (wo?, wann?, wer?) öffentliche oder private Fußball-Events erstellen oder sich nach passenden Mitspielgelegenheiten in der Umgebung umsehen. Wird in kommerziellen Sportanlagen gespielt, können die Belegungspläne verschiedener Anbieter direkt online eingesehen werden. Gebucht wird dann entweder von einem Organisator, oder jeder Spieler bezahlt seinen Anteil vorab selbst Online. So können auch Fremde miteinander spielen, ohne fürchten zu müssen, dass ein Mitspieler nicht auftaucht oder die Zeche prellt. Kleine Runden profitieren davon, dass sie keine Termine mehr absagen müssen, wenn ihnen mal Spieler fehlen.

Auf diese Weise vermittelt 11Spielmacher den Sportanlagenbetreibern Buchungen und kann selbst durch Vermittlungsprovisionen partizipieren. Diese Betreiber profitieren außerdem von der Digitalisierung und können ihren Kunden durch die Möglichkeit Online zu buchen einen Mehrwert bieten. Gleichzeitig reduzieren sie ihren eigenen Aufwand – etwa für die ständige Besetzung der Telefonhotline auch außerhalb der eigenen Öffnungszeiten.

11Spielmacher, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir selbst haben es uns zur Mission gemacht,zu einer gesünderen und gemeinschaftlich orientierten Gesellschaft beizutragen, indem wir es jedem zu jederzeit ermöglichen, stressfrei Gruppensport zu treiben.Unsere Vision ist es daher,der führende Anbieter für digitale Lösungen für organisatorische und kommunikative Prozesse in der Sportbranche zu werden.
Anders gesagt: In fünf Jahren möchten wir allen aktiven Sportlern im deutschsprachigen Raum ein Begriff sein und möglichst Vielen das Sportler-Leben erleichtern.Dazu werden wir in den kommenden Jahren hunderte Sportanbieter anbinden und sicherlich noch weitere spannende Lösungen für Sportler entwickeln.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Traut euch zu gründen, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Es macht Spaß und es gibt wahrscheinlich in kaum einem Umfeld mehr zu lernen.

• Sprecht über eure Idee, und sammelt früh Feedback.

• Macht rechtzeitig Schlüsselpersonen und wichtige Partner aus, die ihr für euer Projekt begeistern und langfristig binden könnt.

• Hinterfragt euch regelmäßig selbst und priorisiert euren Fokus wenn nötig regelmäßig neu. Es wird immer mehr zu tun geben, als ihr leisten könnt.

• Außerdem lohnt es sich für Gründer wirklich, Angebote für Startups wahrzunehmen. Man muss nicht lange suchen, um auf Gründerportale, Gründerzentren, Startup-Hubs, Businessplanwettbewerbe und vieles mehr zu stoßen. Meistens warten hier viele spannende Kontakte und nützliche Informationen, Aufmerksamkeit und manchmal sogar Geldgeber.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Malte Möller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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