Redet ganz viel mit Freunden, Verwandten, Bekannten

Wurstgeschwister Online Shop für Wurst und Hausmannskost aus dem Münsterland

Stellen Sie sich und das Startup Wurstgeschwister doch kurz unseren Lesern vor!
Hi, nice to meat you! Wir sind die Wurstgeschwister, ein Online Shop für Wurst und Hausmannskost aus dem Münsterland. Seit Mitte November letzten Jahres versenden wir deutschlandweit Gerichte im Weckglas – von Grünkohleintopf, verschiedenen Suppen, über Gulasch, Currywurst und Pulled Pork, aber auch Schinken oder Mettwurst im Vakuum.

Wie ist die Idee zu Wurstgeschwister entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Als Geschwister lernt man sich ja zwangszweise irgendwann kennen. Nein, so schlimm war es nicht. Ganz im Gegenteil: Uns hat die gemeinsame Kindheit und Jugend auf dem Land geprägt. Als wir irgendwann ins Ausland und die Städte gezogen sind, schleppten wir Mädels immer Berge an Wurst und Weckgläsern mit nach Hamburg, Berlin oder sonst wo, um Freunde und Bekannte zu versorgen. Der Implus kam also eher von außen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Zunächst wollten wir einfach nur einen Online Shop für die Produkte aus der Familienmetzgerei aufbauen. Aber schon während der Überlegungen dazu hatten wir so viele Ideen und Ansätze, dass wir die im eigenen Unternehmen verwirklichen wollten. „Einfach nur“ mal eben ein Online Shop aufbauen war mit unseren Vollzeit-Jobs nicht zu vereinbaren – das haben wir relativ schnell gemerkt und uns dann für die Gründung entschieden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war die Zeit. Wir hatten uns selbst zum Ziel gesetzt, noch vor Weihnachten online zu gehen. Das war alles schon sehr knapp bemessen. Unsere Kartons kamen erst kurz vor Start an. Finanziert haben wir uns mit Eigenkapital.

Wer ist die Zielgruppe von Wurstgeschwister?
Alle die, die es herzhaft und deftig mögen, Wert auf das Handwerk aus einem Familienbetrieb legen und auch Lebensmittel über das Internet kaufen.

Was findet der Kunde auf Wurstgeschwister?
Derzeit findet der Kunde 34 Produkte – von Gerichten im Weckglas und Wurst und Schinken im Vakuum, auch Brot im Weckglas und zwei Liköre. Aber wir stocken unser Angebot in zwei Wochen auf. Dann wird es 14 neue Produkte geben und außerdem auch Grillfleisch- und wurst.

Woher stammen die Produkte?
Alle aus der Familienmetzgerei, wo die Wurst hergestellt und die Gerichte gekocht und dann eingeweckt, also wie früher in ein Einmachglas gegeben werden.

Wie ist das Feedback?
Außerordentlich gut. Nein, mal im Ernst: Unser Start war gut und das bisherige Kundenfeedback auch. Natürlich gibt es noch 1.000 Dinge, die wir verbessern können und 1.000 Projekte, die wir umsetzen wollen. So schnell wird uns die nächsten Jahre auf jeden Fall nicht langweilig.

Wurstgeschwister, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In diesem Sommer wollen wir das Grillgeschäft angehen und im Laufe des Jahres die Idee anfangen umzusetzen, unsere Gerichte auch an Büros zu liefern. Das sind erst einmal die Pläne für dieses Jahr. In fünf Jahren sehen wir uns…immer noch Wurst essen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Erster und wichtigster Tipp: Redet ganz viel mit Freunden, Verwandten, Bekannten. Uns hat das enorm viel gebracht, Ideen, Gedanken, Ansätze von Leuten aus ganz verschiedenen Lebenslagen und aus diversen Branchen mit unterschiedlichen Kenntnissen zu hören. Zweitens: Macht euch vorher klar, was ihr euch durch die Gründung erhofft. Wir glauben, dass Ziele klar sein sollten (was nicht heißt, dass sie sich unterwegs auch ändern können).
Und dann: Nicht alles so ernst nehmen. Aus Fehlern kann man lernen und am Ende drüber lachen. Der Spaß bei der ganzen Gründung sollte bei allem Stress nicht fehlen.

Fotografin Maximilian Virgili

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nadine, Daniel und Anja für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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