Einmal mehr aufstehen als Hinfallen!

TwinBottle die erste sichere Glasflasche

Wie ist die Idee zu TwinBottle entstanden?
Bei Freunden in der Küche. Dort lag ein Katalog mit sehr hochpreisigen Wasserfiltern. Im selben Katalog war eine Kunststoffflasche abgebildet. Da habe ich (Denis) mir gedacht: „Das ist doch jetzt nicht euer Ernst – ich soll das teuer gefilterte Wasser in einen Behälter füllen, der es von sich aus wieder mit Chemikalien verschmutzt? Jeder weiß inzwischen dass sich Chemikalien aus Kunststoffen in das Wasser lösen. Warum macht ihr da nicht einfach einen Glaseinsatz rein?
Dann lagert die Flüssigkeit absolut rein, und im Falle eines Glasbruches können die Glasscherben niemanden verletzen, weil die Kunststoffhülle schützend drum ist.“
Mit der Idee ging ich zu meinem Bruder Matthieu, und wir fragten uns gemeinsam: „Wie muss die perfekte Trinkflasche eigentlich aussehen?“

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Hürde sind die 600.000€, die wir brauchen, um die ersten 10.000 Flaschen zu erstellen. Es liegt einfach daran, dass wir ein Qualitätsprodukt bauen, wo die Werkzeugkosten für die einzelnen Komponenten erst einmal sehr hoch sind, und weil wir uns Made-in-Germany auf die Agenda geschrieben haben.
Und die Patentschrift selber herzustellen, da wir keine Ahnung von Patentrecht hatte und noch weniger das Geld für einen Patentanwalt.
Bisher haben wir alles von unserem studentischen Einkommen bezahlt.

Wer ist die Zielgruppe von TwinBottle?
Unsere Zielgruppe sind all diejenigen, die gerne eine Glasflasche nehmen würden, es aber aufgrund der Gefahr eines Glasbruches nicht können oder dürfen.
In erster Linie sind das Millionen Schüler, Sportler, gesundheitsbewusste Menschen und Individualisten.

Wie funktioniert die TwinBottle?
Die TwinBottle verbindet die Reinheit einer Glasflasche mit der Sicherheit einer Kunststoffflasche. Man trinkt aus einem Glasbehälter. Dieser lagert innerhalb eines Schutzbehälters aus Kunststoff. Dadurch können niemals Glasscherben austreten. Und damit es erst gar nicht zu einem Glasbruch kommt, haben wir noch Kork dazwischen gemacht. Im Vergleich zum Markt bietet die TwinBottle 100% Sicherheit bei gleichzeitig voller Einsicht auf die Flüssigkeit. Außerdem hat der Glasbehälter einen Glasdeckel, was einzigartig ist.Und dann mussten wir noch ein völlig neuartiges Verschlussprinzip erfinden, damit beide Behältermit nur einem Handumdrehen geöffnet werden können.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Nachdem wir im Januar 2016 den sächsischen Gründerwettbewerb von Saxeed gewonnen hatten, und in Zeitung, Radio und Fernsehen waren, meinte eine Freundin: „Bewerbt euch doch mal für die Höhle“. Ich sagte „Nee“. Sie sagte. „Doch!“
Also hab ich es gemacht.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Wir haben uns die Folgen aus dem Vorjahr angeschaut, unsere Zahlen vorbereitet und ein Stückchen Wiese aus dem Leipziger Park ausgestochen, aber auch hinter wieder eingepflanzt und gegossen. Wir hatten auch ein Experiment ausgearbeitet, um zu zeigen, wie sich bei Trinkflaschen aus Kunststoff Chemikalien herauslösen. Aber das hätte dann den zeitlichen Rahmen unsere Pitches gesprengt.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Wir sind bis zur Ausstrahlung etwas skeptisch und vorsichtig mit Vorfreude, weil es wir nicht wissen, wie es im Fernsehen aussehen wird.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf TwinBottle aufmerksam werden?
Die Taktik ist einfach: Wir messen der Show erst einmal keine große Bedeutung bei, machen fleißig weiter wie immer, und lassen uns dann nach der Ausstrahlung überraschen was passiert.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Vom Verstand her Ralf Dümmel und vom Herzen her Jochen Schweizer. Ich habe Jochen Schweizers Hörbuch gehört und er hat mich von vorne bis hinten durch seine Persönlichkeit fasziniert.

Wie geht es mit TwinBottle nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Sollte der Deal zustande kommen, haben wir genügend Geld um die TwinBottle auf Vorkasse zu bauen. Wenn nicht, dann werden wir mit unserer Babyflasche, durchstarten, denn Kleinkinder schmeißen immer etwas runter. Die funktioniert nach dem gleichen Prinzip: innen Glas, außen Kunststoff, dazwischen Kork. Dadurch gibt es keine Probleme mehr mit einem Glasbruch. Der Markt ist einfacher, weil Eltern immer das Beste für ihr Kind suchen. Dann wachsen wir mit den Kindern mit: erst die Kindergartenflasche, dann die TwinBottle für Schüler und Sportler und schlussendlich der Kaffee-to-go Becher.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Erfolg ist n+1. Einmal mehr aufstehen als Hinfallen!
2. Der Weg ist anders als du denkst.
3. Akzeptiere den anderen Weg, gehe ihn neugierig, offen und mutig.

Bilder © VOX

Sehen Sie TwinBottle am 30.August in #DHDL

Wir bedanken uns bei Denis Kanzler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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