Versuche direkt vom Anfang an ein stabiles und nach Spezifikationen ausgeglichenes Team aufzubauen

Shoppen- nach Produkten online suchen und im Store abholen

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor!
Hi Startup Valley, mein Name ist Timo König, ich bin 34 Jahre alt/jung und der Gründer von SHOPPEN, Appitail GmbH. Ich habe Medienmanagement & Kommunikationswissenschaften an der BiTS in Iserlohn, International Business & Marketing in Madrid an der Saint Louis University und Journalismus in Köln an der mhmk Macromedia studiert. Die Appitail GmbH (Ein Wortspiel aus App und Retail) ist ein junges Unternehmen, mit einem jungen Team. Wir stärken mit unseren Produkten den regionalen Markt, beispielsweise mit SHOPPEN.

Wie ist die Idee zu Shoppen App entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammenge-funden?
Im Schlaf, kein Spaß. Ich war damals auf der Suche nach einem spezifischen Produkt. Im Halbschlaf habe ich mich dann geärgert, warum ich online alles einsehen kann (Flüge, Hotels, Restaurants…), nur nicht die Produkte der Stadt, die mir am nächsten sind und zu denen ich on-, wie offline beraten werden kann. Direkt nach dem Aufstehen habe ich nach möglichen Suchportalen geschaut, habe aber nichts finden können. So habe ich die erste Website programmiert und die Idee Freunden und Familie vorgestellt. So hat es sich dann weiterentwickelt, bis ich die ersten Mitstreiter aufnehmen konnte. Dann sind wir langsam, nach Bedarf, gewachsen. Daher funktioniert unser Team auch unter Druck gut und dank relativ flacher Hierarchien hat sich manch ein Praktikant schon als führende Kraft etabliert, sowas macht Spaß.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wirklich, die Klischees stimmen. Die Standard-Herausforderungen sind wenig Schlaf, viel Kraft, verlorene Freunde, kaum Freizeit, kein Urlaub etc. Wenn diese Faktoren verarbeitet sind, bleiben die täglichen Windmühlen. Die größte Herausforderung ist die technische Entwicklung, um es den Endkunden und den Händlern so einfach wie möglich zu machen. Alle anderen Komponenten, Strukturen und die Kommunikation sind davon abhängig. Finanziert haben wir uns lange aus Eigenkapital, einer Beteiligung und strategischen Kooperationen. Nachdem wir uns den „proof of concept“ erarbeiten konnten, stehen wir nun in Verhandlungen, um stärker wachsen und die Technik weiter entwickeln zu können. Irgendwann kann man mit einem kleinen Team den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Zurzeit optimieren wir die App, indem wir auf unsere Zielgruppen-Analysen und Umfragen reagieren.

Wer ist die Zielgruppe von der Shoppen App?
Unsere Zielgruppe ist 25 bis 45 Jahre alt. Den deutschen Sinus Milieus nach, sprechen wir die „Expeditiven“, die „Performer“, die „Adaptiv-Pragmatischen“ und mit Abstrichen die „Konservativ-Etablierten“ an, welche zusammen 36% der Gesellschaft ausmachen.
Besonders stark sind die beiden sogenannten Zukunftsmilieus „Expeditiv“ und „Adap-tiv‐Pragmatisch“. Das sind junge Menschen, die sich als Trendsetter und als neue gesellschaftliche Mitte entwickeln, die online und offline vernetzen und an deren Umgang sich zukünftige Trends erkennen lassen. Sie machen etwa 13 Mio. Menschen aus.

Wie funktioniert die App?
SHOPPEN sammelt stationäre Händler auf App und Web. Kunden können regional und überregional stöbern, gezielt suchen und sich regionale Produkte in den Stores zurücklegen oder per Versand in max. 90 Minuten oder zu einer Wunschzeit liefern lassen. Überregionale Produkte können in nächster Zeit per Standard-Versand bestellt werden. Die Stores und Produkte bewerben wir über Influencer Marketing. Ziel ist es, so einfach wie nur möglich zu sein. Wir vereinfachen den stationären Handel und machen ihn per App zu fast jeder Zeit zugänglich.

Welche Vorteile bietet die App?
Wir haben bei unserem Soft-Launch einige Techniken und Inhalte, wie Beacons, LBSund personali-sierte Angebote ausprobiert. Diese Vorteile werden wir Schritt für Schritt einsetzen. Unser Standardprodukt bietet dem Kunden über App oder Web eine einfache Sicht auf stationäre und häufig exklusive Warensortimente und einem flexiblen Versand. Endverbraucher nennen uns, der Grundidee nach, häufig das „foodora“ des Einzelhandels. Online sehen, was offline angeboten wird, um so Produkte und neue Stores zu entdecken und dann auch stationär zu besuchen.

Shoppen App, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren sehe ich uns in der Entwicklung, sich weiter mit dem internationalen Handel zu ver-knüpfen. Das Produkt wird bis dahin mit passenden Vorteilen bestückt und natürlich weiterentwickelt, immer mit dem Ziel, Endkunden und stationäre Händler miteinander zu verknüpfen und die Möglichkeiten zu optimieren. Dabei geht es um weit mehr, als Waren einfach nur anzubieten und auf einen lokalen Geist zu hoffen. Der stationäre Handel muss endlich seine Vorteile konsequent ausspielen und sich neu verstehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Be the Batman. Es wird hart, es wird immer wieder Rückschläge geben, nach denen du dich neu sammeln musst (technische, menschliche, etc.). Meine Tipps sind: 1. Versuche direkt vom Anfang an ein stabiles und nach Spezifikationen ausgeglichenes Team aufzubauen, mit dem du deine Idee entwickeln und in dem ihr euch gegenseitig stärken könnt. 2. Plane reichlich Zeit ein. Nur selten ist ein Produkt direkt perfekt. Instagram, Pinterest und Angry Birds mussten sich immer wieder neu erfinden, bis sie erfolgreich waren. 3. Lerne deine Grundidee zu teilen, wenn du sie für dich behältst wird sie den Markt nie erblicken. Sei mutig und wende dich an Menschen mit denen du an deiner Idee basteln kannst. Ich selber habe dadurch gelernt und habe neue Ideen entwickeln können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Timo König für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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