Nicht labern, machen!

SellUp: eyeCall ist eine cloudbasierte Digitallösung zur Neukundenakquise, welche alle Vorteile der Videokommunikation in sich vereint

Stellen Sie sich und das Startup SellUp doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Nikolas Schran, und ich habe zusammen mit Michael Kreider die SellUp Consulting GmbH in 2016 ins Leben gerufen. Bereits nach dem Abitur gründete ich mein erstes Startup und verkaufte dieses erfolgreich weiter. Nach meinem BWL Studium arbeitete ich mich schnell von einem einfachen Vertriebsmitarbeiter zum stellvertretenden Vertriebsleiter bei der Employour GmbH hoch und erkannte dort meine Leidenschaft für den Verkauf.
Wir als SellUp sind ein Bochumer Dienstleistungsunternehmen, das den Trend der Digitalisierung mit dem Geschäftsfeld des Vertriebes vereinbart.
Zu diesem Zweck haben wir eyeCall entwickelt, eine cloudbasierte Digitallösung zur Neukundenakquise. Mit eyeCall ist es dem Verkäufer möglich via installationsfreier Ein-Wege-Kameraverbindung den Kunden durch sein Leistungsangebot zu führen und so jedes Verkaufsgespräch mit mehr Persönlichkeit zu füllen.

Wie ist die Idee zu SellUp entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Michael und ich haben bereits während unserer Zeit bei Employour sehr eng zusammengearbeitet und sind daher ein eingespieltes Team. Ausgangspunkt für unsere Geschäftsidee, war genau diese gemeinsame Zeit, und die Frage wie man dem unbeliebten Thema der Kaltakquise am Telefon wieder neuen Schwung geben kann und somit die Effizient des Vertriebes in deutschen Unternehmen steigert. Das verstaubte Image des Vertriebes kommt insbesondere durch die ewig gleiche Form der Ansprache, die so stark von Misserfolgen geprägt ist wie kein anderer Geschäftsbereich. Dabei kann, und sollte das Thema Vertrieb Spaß machen. Wir beide haben jahrelang selber sprichwörtlich an der Strippe gehangen und wollen durch SellUp auch andere Firmen an unserer Erfahrung teilhaben lassen. Daher bieten wir, neben dem eyeCall, auch noch Vertriebscoaching für Startups an.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Tatsächlich war für uns als Vertriebsunternehmen eine der größten Herausforderungen unseren ersten Mitarbeiter für den Verkauf einzustellen. Erst nach etlichen Gesprächen konnten wir den perfekten Kandidaten finden, der glücklicherweise genauso viel Interesse an uns hatte, wie wir an ihm. Darüber hinaus gab es noch einige bürokratischen Hürden, die wir aber mittlerweile alle meistern konnten. Die Bürokratie ist in Deutschland immer noch ein riesengroßes Problem für Startups, da hier die meiste Zeit schlichtweg verloren geht. Gerade zu Beginn unserer Tätigkeit wollten wir einfach losrennen und die Welt von unserem Produkt überzeugen, so wie wir es schon mit unseren Investoren hinbekommen haben.

Wer ist die Zielgruppe von eyeCall?
Bei der Zielgruppe von eyeCall handelt es sich insbesondere um Unternehmen die im B2B-Geschäft tätig sind und erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Mit Hilfe unserer interaktiven Videolösung ist es diesen Unternehmen möglich, ihre Kunden bereits im Erstgespräch persönlich durch ihr Leistungsangebot zu führen.

Wie funktioniert eyeCall?
eyeCall ist eine cloudbasierte Digitallösung zur Neukundenakquise, welche alle Vorteile der Videokommunikation in sich vereint. Bisherige Lösungen aus diesem Bereich sind für die klassische Kaltakquise nicht nutzbar, da der Kunde zunächst etwas installieren muss und dies Hürden auf-, statt abbaut.
Bei eyeCall meldet sich der Verkäufer klassisch telefonisch bei seinem potentiellen Kunden und bittet ihn, eine individuell für ihn generierte Domain in den Browser einzugeben. Ohne, dass eine Installation notwendig wird, sieht der Kunde dann seinen Gesprächspartner und wird von ihm digital durch das Produkt geführt. Voraussetzung einer problemlosen eyeCall-Nutzung ist lediglich eine stabile 16 Mbit Internetverbindung und die aktuelle Version einer der gängigen Internetbrowser.

Welche Vorteile bietet eyeCall?
Die Option der Videokommunikation erlaubt dem Vertriebler im Verkaufsgespräch nicht nur seine Stimme sondern zusätzlich auch seine Mimik und Gestik einzusetzen. Diese Form der Kundenansprache steigert den Wiedererkennungswert des Verkäufers und die Vertrauensbereitschaft des Kunden ungemein. Darüber hinaus verkürzen weitere Funktionen, wie Dateien direkt hochladen zu können, den Sales-Zyklus ungemein. Es sind also weniger Telefonate und Kundentermine vor Ort zum Verkaufsabschluss notwendig. Die einfache Bedienung erlaubt darüber hinaus eine schnelle Einarbeitung der Mitarbeiter.

SellUp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen den bis dato sehr angestaubten Vertrieb in Deutschland nachhaltig beeinflussen. Wenn wir den Verkauf bis dann modernisiert bekommen, haben wir schon einiges geschafft. Das alles wird aber nur dann funktionieren, wenn wir das Produkt stetig ausbauen und uns dabei immer am Interesse unserer Kunden orientieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Nicht labern, machen! Klingt sehr plakativ und provokant, aber man sollte nicht vergessen, dass die meisten Startups scheitern weil Sie sich z.B. zu lange Zeit lassen das Produkt zu schleifen, anstatt raus zu gehen und Kunden von sich zu überzeugen. Kunden kommen am Anfang nicht von alleine auf Dich zu und reißen Dir als Startup das Produkt aus den Händen – wer das glaubt, ist absolut auf dem Holzweg.
2. Wichtig ist, dass Ihr dabei an Euch und Euer Produkt glaubt. Gerade zu Beginn Eures Schaffens treten immer wieder Hürden auf, die Ihr nehmen müsst. Lasst Euch dabei einfach nicht von Eurem geplanten Weg abbringen.
3. Bleibt gleichzeitig flexibel. Das entscheidende ist, dass Ihr die Freiheit, schnell Entscheidungen treffen zu können, nutzt. So könnt Ihr Euer Produkt immer wieder an sich verändernde Marktsituationen anzupassen. Orientiert Euch dabei am maximalen Kundennutzen und schafft einen Mehrwert. Wenn Ihr dem Kunden das Leben jeden Tag ein wenig einfacher macht, werdet Ihr Erfolg haben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nikolas Schran für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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