Macht eine gründliche Analyse vom Markt und findet eure Nische

OEEX zeigt Usern wo Strom aus erneuerbaren Energien in ihrer Region erzeugt wird

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen OEEX doch kurz unseren Lesern vor!
Mit OEEX – kurz für Open Energy Exchange – wollen wir an der Energiewelt der Zukunft arbeiten. Wir stellen uns einen Marktplatz vor, auf dem alle Akteure am Markt, also Verbraucher, Besitzer von kleinen Anlagen und Energieversorger unkompliziert untereinander Strom handeln können. Dazu entwickeln wir eine App, die Usern jetzt schon zeigt, wo Strom aus erneuerbaren Energien in ihrer Region erzeugt wird. Wenn gerade viel Energie erzeugt wird, weil z. B. die Sonne scheint, hilft OEEX dabei, den Verbrauch an die lokale Produktion anzupassen. Zusammen mit unserem Smartplug – einem Schalter zwischen Steckdose und Haushaltsgerät – wird das Ganze intelligent: Dann können unsere User ganz einfach von unterwegs aus ihre Geräte anschalten.

Wie ist die Idee zu OEEX entstanden?
Unsere Gründern Tobi und Marco haben sich während ihres Studiums kennengelernt. Beide haben sich wissenschaftlich mit unterschiedlichen Aspekten von OEEX beschäftigt; so entstand dann die Idee, die Energiewende in einer App zu visualisieren und sie so näher zum Menschen zu bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Hinter der Lösung von OEEX steckt viel Entwicklungsaufwand: Gerade durchläuft unsere App erste Beta-Tests. Das Feedback unserer Kunden lassen wir natürlich in die Entwicklung einfließen. Gleichzeitig versuchen wir, uns nicht in Korrekturschleifen zu verlieren und unsere Vision weiter voranzutreiben. Also könnte man sagen, dass vor allem Zeitmanagement eine große Herausforderung war und ist. Außerdem bewegen wir uns auf einem sehr komplexen und regulierten Markt. Viele Unternehmen in der Branche sind sich der voranschreitenden Digitalisierung bewusst, sind aber gegenüber innovativen Ideen zurückhaltend. Mit einigen Energieversorgern arbeiten wir aber bereits innerhalb von Pilotprojekten zusammen. So finanzieren wir uns und natürlich durch Investitionen.

Wer ist die Zielgruppe von OEEX?
OEEX spricht grundsätzlich alle Stromkunden an, die bei der Energiewende mitmachen wollen. Dazu gehören Verbraucher aber natürlich auch Solaranlagenbesitzer, denen wir helfen, mehr von ihrer selbstproduzierten Energie zu nutzen und so Stromkosten zu sparen. Auf unserer Plattform sollen aber alle Akteure am Energiemarkt eingebunden werden, deshalb arbeiten wir auch gemeinsam mit Energieversorgern, die unsere Lösung dann ihren Kunden anbieten können.

Wie funktioniert OEEX?
Unsere App verschafft einen Überblick, wo in der Nachbarschaft Strom produziert wird. Wir möchten Energie so ein Gesicht geben und für Transparenz am Markt sorgen. Die App hilft Stromnutzern dabei, ihren Verbrauch an die Produktion in der Region anzupassen. So wollen wir verhindern, dass der Überschuss an Strom aus erneuerbaren Energien nicht mehr ins Netz eingespeist werden kann und verschwendet wird. Mit unserem Smartplug hat man eine Art Smarthome-System für die Hosentasche. So können Geräte auch mobil angeschaltet werden und wir können in der App Feedback für nachhaltiges Verhalten geben. System für die Hosentasche. So können Geräte auch mobil angeschaltet werden und wir können in der App Feedback für nachhaltiges Verhalten geben.

Warum sollte man OEEX nutzen?
OEEX unterstützt dabei, Energie dann zu verbrauchen, wenn sie auch tatsächlich produziert wird – das entlastet das Netz und hilft der Umwelt. Anlagenbesitzer können so Ihren Eigenverbrauch erhöhen und Stromkosten sparen. Gemeinsam mit Stromanbietern testen wir, wie netzentlastendes Verhalten in Zukunft zusätzlich belohnt werden kann.

OEEX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im kommenden Jahr möchten wir unsere Zusammenarbeit mit Energieversorgern ausbauen und gemeinsam innovative Tarife entwickeln. Dazu werden wir unser Produkt kontinuierlich verbessern, denn schließlich soll Energiewende ja auch Spaß machen. Wir arbeiten daran, dass in fünf Jahren das Thema Energie mehr ins Bewusstsein der Verbrauchern rückt – und zwar nicht als abstraktes Gut, sondern als ein Produkt, dass wir alle durch unser Verhalten beeinflussen können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Bevor ihr mit eurer Idee an den Markt geht: Macht eine gründliche Analyse vom Markt und findet eure Nische. An Ideen mangelt es ja meistens nicht, deshalb kommt es darauf an, eure Vorstellungen gut zu präsentieren. Je komplexer der Ansatz, desto wichtiger ist eine klare und mitreißende Kommunikation. Zu guter Letzt können wir jedem Gründer nur raten, niemals zu früh an Kunden heranzutreten. Ein unfertiges Produkt vergrault jeden, der es testet und das spricht sich rum. Also investiert lieber noch etwas Zeit in die Entwicklung, das macht langfristig mehr Sinn.

Weitere Informationen finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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