Man sollte von seinem Produkt und seiner Idee überzeugt sein

Monmente exklusive personalisierte und individuelle Schmuckstücke

Stellen Sie sich und das Startup Monmente doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Nadine Bouaouni, 32 Jahre alt, aus Mannheim. Mutter eines 3-jährigen Sohnes und Gründerin der Mannheimer Schmuckmarke Monmente, welche ich in meiner Elternzeit peu à peu ins Leben gerufen habe. Angefangen hat alles in unserer Küche. Dort habe ich die ersten Stempelversuche gemacht.
Monmente steht für die kostbaren Momente im Leben, aber auch für meine kreative Heimat Mannheim – im Dialekt zärtlich ,,Monnem“ genannt.

Wie ist die Idee zu Monmente entstanden?
Ich habe ganz typisch, wie viele Mamis, in der Elternzeit als Ausgleich mit dem Nähen angefangen.
Ich arbeitete als Aushilfe in einem Schmuckgeschäft und habe hier bemerkt, dass die Nachfrage nach individuellem und personalisiertem Schmuck groß ist. Dabei habe ich das nötige Knowhow und ein Gefühl für das Schmuckdesign entwickelt. Schließlich habe ich angefangen, mich mit dem Thema Stempeltechnik auseinanderzusetzen. Mir war klar, dass es keine klassische maschinelle Gravur sein soll, die ich anbieten möchte, da mein Mann mir zur Geburt unseres Sohnes ein personalisiertes Armband geschenkt hatte und die Gravur nach einem Jahr täglichen Tragens kaum noch sichtbar war. Das passiert mit der Stempeltechnik nicht.
Ich fing an, meine Kreationen auf Facebook zu posten, um zu testen, wie sie ankommen. Als kurz darauf die erste Bestellung bei mir einging, bestätigte mich das, weiter zu machen und ich übte in jeder freien Stunde. Denn alle Prägungenwerdenin Hand gestempelt, deshalb kann es auch zu Höhen- und Abstandsunterschieden kommen, was das Schmuckstück wiederum zu einem Unikat macht. Ich verlegte meinen Arbeitsplatz von der Küche ins Schlafzimmer und vom Schlafzimmer in einen Hinterhof bei uns im Ort. Ein Jahr später zog ich mit Monmente in die Textilerei, ein Gründungszentrum für Mode und Accessoires in Mannheim.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Anfangs war es eine große Herausforderung, Großhändler mit Echtschmuck zu finden, die qualitativ hochwertige Rohlinge für die Weiterverarbeitung zu bezahlbaren Preisen anbieten. Nachdem diese Hürde genommen war, kam die nächste Herausforderung: wie kann ich meine Schmuckstücke bekannter werden lassen?
Als Sologründerin kann ich normalerweise nicht alle Tätigkeitsbereiche im Unternehmen allein abdecken, zumindest nicht dauerhaft. Daher kommt es darauf an, sich ein gutes Netzwerk an Partnern aufzubauen. Das könnenauch Einzelpersonen, z.B. Freelancer, sein, die bestimmte Aufgaben dauerhaft oder projektweise übernehmen.
Den Fokus auf das Wesentliche nicht zu verlieren, das ist auch immer wieder eine große Herausforderung für mich. Eine Struktur aufzubauen, mir zu überlegen, was mich weiterbringt und von welchen Ideen ich mich vielleicht verabschieden muss.Wie baue ich eine Strategie für den Vertrieb auf…
Nicht zu vergessen ist dabei, dass ich Ehefrau und Mutter bin. Natürlich hat das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Vorteil, trotzdem ist es sehr oft eine Herausforderung, dabei allen Gerecht zu werden und alles in Einklang zu bringen. Wichtige Start Up Treffen oder Messetermine fallen für mich beispielsweise oft weg, auf allen Hochzeiten kann man eben nicht tanzen (lacht).
Glücklicherweise investiere ich Monmente aus dem Cashflow. Dadurch dauert vieles zwar länger – aber das Risiko bleibt einschätzbar.

Wer ist die Zielgruppe von Monmente?
Monmente ist genau das richtige Label für Frauen von Anfang 20 bis 60. Aber auch für Männer, die ihrer Frau ein individuelles Geschenk machen möchten, z.B. zur Geburt ihres Kindes oder bei anderen Anlässen. Für Menschen, die wertvolle Momente verschenken möchten. Dazu zählen Mütter und werdende Mütter, Omas, Tanten, Onkel. Und die beste Freundin.

Was für Schmuckstücke fertigen Sie an?
Ich fertige Armbänder, Ketten und Schlüsselanhänger an.

Was ist das Besondere an den Schmuckstücken?
Das Besondere daran ist, dass die Schmuckstücke auf Wunsch personalisiert werden können. Sie werden individuell auf den Schmuckträger abgestimmt. Viele meiner Anhänger haben eine schöne Bedeutung, die dem Träger ein gutes Gefühl geben. Außerdem werden alle Schmuckstücke besonders schön verpackt, man kann sie somit direkt verschenken. Ganz besonders schön sind die Karten, die jeder Kunde zu seinem Schmuckstück erhält, nette Worte die dem Schmuck einen besonderen Wert geben.

Monmente, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich wünsche mir, dass Monmente eine international bekannte Marke wird.
Ich habe die Idee, den Schmuck von Monmente bei Heimevents anzubieten. Ein gemütlicher Abend bei meinen Kundinnen zuhause, bei dem ich meinen Schmuck vorstelle, aber auch gleich vor Ort personalisiere. Oder auch bei Firmenevents und beispielsweise an Hochzeiten, anstelle einer Candybar dürfen sich die Gäste ihre Schmuckstücke individuell zusammenstellen.
Weiterhin möchte ich gezielt Strategien entwickeln, um Momente voranzubringen und den stetig wechselnden Anforderungen des Mode- und Schmuckmarktes zu entsprechen. Natürlich ist dabei auch die Produkterweiterung ein großes Thema. Hier dürfen sich meine Kundinnen auf ein paar Überraschungen freuen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Man sollte von seinem Produkt und seiner Idee überzeugt sein. Denn nur, wenn man wirklich jeden Tag gerne daran arbeitet, hat man auch die Ausdauer, ein gutes und attraktives Angebot zu schaffen. Zusätzlich entspannt es und ist förderlich, Rückschläge, Kritik und Ratschläge als wichtige Erfahrung und Hilfestellungen anzunehmen und immer davon ausgehen, dass es länger dauert, als ursprünglich geplant.
Außerdem sollte man sich überlegen, ob man seine Idee nicht mit jemanden zusammen realisieren kann. Zu zweit hat man mehr Möglichkeiten. Wo der eine Part zum Beispiel fit im Vertrieb ist, verwaltet der andere das Onlinemarketing oder ist der kreative Kopf hinter dem Label. Das merke ich immer mehr, wenn ich Start-Ups kennenlerne, die von zwei oder mehr Personen gegründet wurden. Die sind bei vielen Dingen klar im Vorteil und können schneller wachsen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nadine Bouaouni für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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