Habe Spaß bei dem, was du tust, und sei mit Begeisterung dabei.

goood: Telefonieren für den guten Zweck

Stellst dich und dein Startup Unternehmen goood doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo, ich bin Claudia und eine der GründerInnen von goood. Ich bin Telekommunikationsexpertin und habe in den letzten 15 Jahren erfolgreich Telekommarken in ganz Europa aufgebaut. Nun bin ich an einem Punkt, an dem ich etwas an die Gesellschaft zurückgeben möchte – so wie meine Kollegen auch. Genau deshalb haben wir goood gegründet. Wir verknüpfen unser Know-How aus der Telekom-Branche mit dem Wissen von NPO-ExpertInnen und können so eine große soziale Wirkung erzielen. Wir wollen mit unserem sozial nachhaltigen Business-Modell zeigen, dass man auch in traditionellen Branchen umdenken und Erfolg haben kann, indem man den Impact in den Vordergrund stellt.
goood ist Deutschlands sozialer Mobilfunkanbieter und ganz einfach erklärt: Du als Kunde telefonierst mit goood nicht nur günstig, sondern unterstützt gleichzeitig ohne Aufwand & ohne zusätzliche Kosten eine Organisation deiner Wahl. 10 % Deiner Grundgebühr gehen an gemeinnützige Organisationen. 100 % Deiner Spende kommen an. Ohne Abzug. Du als Kunde entscheidest dabei, welche Organisation du unterstützen möchtest. Zusätzlich werden wir 25% der Profite ebenfalls an soziale Startups ausschütten. Denn wir hoffen, dass viele unserem Beispiel folgen und gemeinsam mit uns die Welt ein bisschen besser machen werden.
Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die auf den Werten Respekt und Verantwortung aufbaut. Eine Welt, in der Beziehungen und Kommunikation wichtig sind. Um eine nachhaltige Welt zu realisieren, braucht es das Engagement Vieler, neue Spielregeln, neue Ideen und neue Geschäftsmodelle in der Wirtschaft. Für uns selbst heißt das, dass wir auch die Zusammenarbeit im Team anpassen und auf das Prinzip der Holakratie setzen.

Wie ist die Idee zu goood entstanden und wie hat sich das Gründerteam zusammengefunden?
Am Anfang stand die Frage: Wie können wir Menschen helfen, einfach und direkt im Alltag Gutes zu tun? Mit goood haben wir unser Know-How aus 15 Jahren Mobilfunk- und NPO -Tätigkeit verbunden und ein Produkt entwickelt, das alle Menschen anspricht und daher die größte Wirkung erzielen kann. Wir wollen zeigen, dass die Gemeinschaft wirklich etwas bewegen kann. Zunächst waren wir vier TelekomexpertInnen. Doch schnell konnten wir mit unserer Idee auch Leute aus dem NPO-Bereich begeistern, indem wir offen auf sie zugegangen sind und ihnen von unserer Idee erzählten. Je mehr wir unsere Idee mit anderen Leuten teilten,, desto mehr waren auch Andere Feuer und Flamme von unserer Vision.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie habt ihr euch finanziert?
Am Anfang stand viel persönliches Engagement, wir waren begeistert von der Möglichkeit, mit unserem Know-How aus der Corporate-Welt sozialen Impact zu schaffen.
Die Idee ist dann vor allem durch die Zusammenarbeit mit NPO-Profis gewachsen. Es war faszinierend und motivierend zu sehen, welche Möglichkeiten entstehen, wenn man eine Brücke zwischen der for-Profit und der non-profit-Welt schlägt.
Auch bei der Investorensuche war es uns wichtig, Menschen zu finden, die unsere Vision von einer nachhaltigen Wirtschaft teilen. Wir waren sehr selektiv in der Investorenauswahl und sind froh, Partner gefunden zu haben, die ebenfalls soziale Wirkung in den Mittelpunkt stellen. Deshalb haben wir als GründerInnen zum Beispiel auch gemeinsam mit unseren Investoren 25% unserer Anteile an den goood e.v., einem gemeinnützigen Verein, übertragen. An den Verein werden 25% der Profite ausbezahlt, die dann in weitere soziale Unternehmen investiert werden.
Uns ist es sehr wichtig, , auch die Crowd an unserer Idee partizipieren zu lassen. Aus diesem Grund planen wir in der 2. Finanzierungsphase über eine crowdinvesting-Plattform auch impact-orientierte Kleinanleger anzusprechen. Damit wollen wir zeigen, dass es hier um eine gemeinsame Bewegung geht.
Wir verstehen uns als social business, das sozial, ökologisch und auch ökonomisch nachhaltig agiert. Wir stellen gesellschaftliche Wirkung in den Mittelpunkt und erwirtschaften gleichzeitig eine faire Rendite für Investoren sowie faire Gehälter für Mitarbeiter.
Diese „Zwitterposition“ ist nicht immer einfach in einer Welt, die gerne alles entweder in die non-Profit oder die for-Profit-Schublade stecken will. Wir sehen uns hier als Beispiel dafür, dass ein Dazwischen für unsere Gesellschaft wichtig ist und erfolgreich sein kann.

Warum habt ihr euch für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Wir sehen Crowdfunding als Unterstützung in unserer jetzigen Startphase, die gut zu unserem Konzept passt. Die Unterstützung auf startnext.de erlaubt uns bereits jetzt, einige für uns wichtige Punkte zu realisieren, wie zum Beispiel die Telefonpatenschaften, die ohne die Crowd nicht möglich wären.

Wo seht ihr für euch die Vorteile?
Crowdfunding passt sehr gut zu dem goood-Grundsatz „Du hast es täglich in der Hand. – Einfach mal die Welt verbessern“. Der Grundgedanke von goood findet sich in dem positiven Spirit wieder, der durch eine Crowd entstehen kann. Daher ist Crowdfunding das ideale Medium für goood.

Warum sollte man goood unterstützen?
Es gibt viele Gründe, die Crowdfunding-Kampagne zu unterstützen, aber für mich persönlich ist dieser der wichtigste: Ich bin überzeugt davon, dass Social-Shopping auch im Bereich der Telekommunikation funktionieren kann. Mit goood haben wir einen Ansatz entwickelt, der gemeinnützigen Organisationen eine echte Alternative im Fundraising an die Hand gibt. Wenn wir zeigen können, dass wir die Crowd von unserem Ansatz überzeugt haben, dann können wir etwas bewegen. Denn mit einer Community im Rücken ist es leichter, noch Zweifelnde zu überzeugen.

Wer ist die Zielgruppe von goood?
Unsere Zielgruppe ist sehr breit. Kurz zusammengefasst kann man sagen, es sind Menschen, die gerne etwas Gutes tun möchten, die an nachhaltiges Handeln glauben.

Was unterscheidet goood von anderen Mobilfunkanbietern?
Unser nachhaltiger und sozialer Ansatz!

Warum sollte man zu goood wechseln?
Weil wir nicht nur richtig gute Tarife anbieten, sondern unseren Kunden ermöglichen, ohne Aufwand und ohne zusätzliche Kosten eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl zu unterstützen. Also ganz einfach „Gutes zu tun“.

goood, wo geht der Weg hin? Wo seht ihr euch in fünf Jahren?
Wenn in den nächsten fünf Jahren nur 1% der deutschen Mobilfunkkunden zu goood wechselt, können wir in dieser Zeit 20 Mio. Spenden sammeln. Der Plan ist es, dieses Konzept in die Welt hinaus zu tragen.

Welche drei Tipps kannst du zukünftigen Gründern mitgeben?
Definiere klar, was Erfolg für dich bedeutet. Für uns bei goood bedeutet es, die soziale Wirkung unserer Arbeit zu maximieren.
Habe Spaß bei dem, was du tust, und sei mit Begeisterung dabei.
Denke etabliertes Business neu und gehe offen auf Leute mit anderer Expertise und neuen Erfahrungswerten zu.

Zum Crowdfunding auf Startnext

Wir bedanken uns bei Claudia Winkler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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