Nimm deine Zukunft in die Hand und gestalte Sie eigenverantwortlich

geschaeftswarenladen: MyCyle Strategieberatung in einer Box

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen geschaeftswarenladen doch kurz vor!
Mein Name ist Dieter Bickenbach und ich bin seit mehr als 20 Jahren als freiberuflicher Organisationsberater, Coach und Projektmanager tätig. Gemeinsam mit einer interdisziplinären Gruppe von Kollegen haben wir 2014 den geschaeftswarenladen gegründet. Der geschaeftswarenladen hat sich der Selbstermächtigung und der Entmystifizierung von Strategieberatung verschrieben.
Selbstermächtigung bedeutet, wir wollen Menschen und Organisationen die Mittel in die Hand geben, ihre Zukunft selbst und eigenverantwortlich zu gestalten. Entmystifizierung heißt: Wir wollen den komplizierten und teuren „Hausrezepten“ der Unternehmensberatungen etwas entgegensetzten und bieten günstigste Strategie(-selbst)beratung für jeden an.
Um das zu erreichen, entwickeln wir Methoden, die unternehmerische Strategiearbeit auf ihren Kern verdichten. Wir bieten Werkzeuge an, die den Unternehmern Antworten auf die wesentlichsten Fragen ermöglicht: Wie geht es weiter und was ist jetzt dafür zu tun?

Wie ist die Idee zu geschaeftswarenladen entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Nach etlichen Jahren als Organisationberater bin ich 2012 auf eine, erst einmal absurd klingende, Idee gekommen: Was wäre, wenn man den Unternehmensberater überflüssig machen könnte? Viele Gespräche und einige Monate später habe ich dann mit einer bunten Gruppe, darunter einige Berater, ein Designer und eine Drehbuch-Autorin, begonnen zu entwickeln und zu testen. 2014, als die Grundzüge von MyCle, unserem ersten Produkt, definiert waren, haben wir zu fünft den geschaeftswarenladen gegründet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist schnell beschrieben: Wie bringen wir das Thema Selbstberatung in die Welt? Wie machen wir unser erstes Produkt MyCle bekannt und gewinnen das Vertrauen von Kunden?
Wir hatten über die inzwischen 4 Jahre unserer Zusammenarbeit schwierige Phasen und einige Konflikte. Aber wir haben eben auch alle Kompetenzen an Bord, damit professionell umzugehen.
Viel schwieriger ist es, ein Konzept bekannt zu machen, das mit der klassischen Lehrmeinung, wie man Strategie entwickelt, ziemlich wenig gemein hat. Es scheint nur schwer vorstellbar, dass dieses schwierige und komplexe Feld der Strategiearbeit mit einfachsten Mitteln und ohne Vorkenntnisse erfolgreich und mit Spaß bearbeitet werden kann. Da hilft es, dass jeder von uns hohes Vertrauen in einem eigenen Netzwerk genießt, um erste Käufer zu generieren. Aber das reicht natürlich nicht aus.
Deshalb erzähle ich bei jeder Gelegenheit, dass wirklich alle, die mit MyCle gearbeitet haben, sehr schnell zu sehr guten und weiterführenden Ergebnissen gekommen sind und dass wir es in den Lehrplan einer Weiterbildungseinrichtung für den Mittelstand in der Schweiz geschafft haben.
Auch die finanzielle Situation ist schnell beschrieben. Wir fahren einen extremen Bootstrap-Ansatz. Außerdem bereiten wir eine erste Crowdfunding-Kampagne vor, mit deren Hilfe wir MyCle in Form eines Online-Kurses und evtl. einer App quasi barrierefrei allen zugänglich machen wollen.

Wer ist die Zielgruppe von geschaeftswarenladen?
Alle Unternehmerinnen und Unternehmern, also Menschen, die etwas unternehmen. Momentan, d.h. mit MyCle, richten wir uns in erster Linie an mittelständische Unternehmer, Freiberufler und insbesondere Startups.
MyCle hat etwa Freiberuflern aus Krisensituationen herausgeholfen oder in einem Familienunternehmen bei der Klärung der Nachfolgefrage unterstützt. Mit MyCle wurden in mittelständischen Unternehmen Investitionsentscheidungen vorbereitet. Bei jungen Unternehmen und in StartUp Teams kann damit sehr gut die Motivation und gemeinsame Ausrichtung überprüft werden. Am Ende gab es immer Klarheit über die gemeinsame Perspektive und den nächsten Schritt.

Welchen Service bieten Sie an?
MyCle ist eine Methode mit geballtem Know How über Strategiearbeit, vergegenständlicht in einer Box. Diese Box verkaufen wir. Für Leute, die aus irgendwelchen Gründen stecken geblieben sind oder einfach das Gespräch suchen, bieten wir ein ergänzendes Coaching an. Das kann so weit gehen, dass wir die Kunden daran erinnern, was sie sich vorgenommen haben.
Für Gruppen, z.B. Startup-Teams oder die einen mehrköpfige Geschäftsführung, gibt es zusätzlich die Möglichkeit für einen MyCle Workshop einen Moderator zu buchen, der die Arbeit mit MyCle in der Gruppe anleitet und moderiert. Ziel dieser Workshops ist in der Regel die Entwicklung einer gemeinsamen Perspektive und eine gemeinsame Entscheidungsvorbereitung.
Drittens bieten wir die MyCle Masterclass an. Hier kann man die Funktionsweise erlernen und erfährt einiges über theoretische Hintergründe. Das ist besonders für Trainer und Berater interessant, die MyCle für die eigene Arbeit nutzen wollen – was unter bestimmten Bedingungen auch möglich ist.
In nächster Zeit werden noch viele neue Angebote hinzukommen, schließlich sollen im geschaeftswarenladen die unterschiedlichsten Fragestellungen mit Selbstberatungswerkezeugen abgedeckt werden.
Der Gedanke der Selbstermächtigung schließt natürlich auch die Entwicklung der Werkzeuge mit ein. Das heißt, wir stellen registrierten Entwicklern eine Art Source Code unserer Produkte zur Verfügung, den sie für die Entwicklung eigener Derivate verwenden können. Bedingung: Sie müssen auf die Quelle – also auf den geschaeftswarenladen, seine Autoren und die eingesetzte Version des Source Code – verweisen, und wir erhalten ein Exemplar des neuen Produkts, um selbst wieder weiter entwickeln zu können.

Wie funktioniert MyCle?
Über zwei Dinge muss man sich bei der Arbeit mit MyCle klar sein. Erstens funktioniert MyCle vollständig analog. Arbeitsmaterialien sind Papier, Pappbögen, Stifte und PostIts. Zweitens ist MyCle ein zyklisches Verfahren. Es geht im Kern darum, über den nächsten Schritt zu entscheiden, den dann zu gehen und daraus zu lernen. Vereinfacht gesagt: Die Strategie entsteht dann aus der Kette der Entscheidungen in einem gemeinsam gestalteten Rahmen und in Richtung einer gemeinsam verabredeten Zielsituation.
Bei der Arbeit mit MyCle wird ein Rahmen geschaffen, mit dessen Hilfe richtungsweisende Entscheidungen vorbereitet und schließlich getroffen werden. Es werden handlungsleitende Grundlagen, wie Werte und eigene Bedürfnisse, bewusst gemacht. Über die Frage nach dem Sinn des eigenen Tuns und der Vision wird eine Perspektive formuliert. Die Frage nach der Mechanik des Geschäftsmodells und den vorhandenen Ressourcen fragt nach der aktuellen Situation.
Es beginnt mit einem Brief, den die Beteiligten an einen gedachten Vertrauten schreiben. Darin erzählen sie die Geschichte ihres Unternehmens und ihres Vorhabens. Dieser Brief wird mit Hilfe eines Bewertungsbogens analysiert. Ein Resümee leitet zu einer Klärung der Ist-Situation über. Die wird dann grafisch dargestellt wird. Indem in dieselbe Grafik das Zielbild eingezeichnet wird, wird der Handlungsbedarf sofort deutlich. Danach geht es darum, nur dass erste Handlungsfeld zu bestimmen und hierfür Aktivitäten zu beschreiben. Die werden schließlich abgearbeitet, ergänzt und auf Ergebnisse kontrolliert. Danach geht es sinnvollerweise in einen weiteren Zyklus mit MyCle.

geschaeftswarenladen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben diese neue agile und interative Art der Strategiearbeit etabliert. Der klassische Unternehmensberater ist ein Stück weit „überflüssiger“ geworden. Es gibt eine breite Community, die unsere Methoden nutzt und weiter entwickelt. Die entstandenen Werkzeuge werden weltweit von Menschen eingesetzt, die ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen und sich etwas aufgebaut haben oder neu aufbauen. Und der geschaeftswarenladen ist eine Umsatz- und renditestarke Gesellschaft.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1. Gebt die Gestaltung des Unternehmens und die wichtigen Entscheidungen nicht aus der Hand, sondern erlernt Methoden und Werkzeuge die auch übermorgen zu guten Entscheidungen führen.
2. Beginnt beim Arbeiten an Strategischen Fragen bei Euch selbst. Ein klarer und ehrlicher Blick in die Unternehmung ist eine hervorragende Entscheidungsgrundlage.
3. Testet, gestaltet, testet unentwegt und sucht Euch vertraute Gesprächspartner, vor allem solche, die auch unangenehme Fragen stellen.

Wir bedanken uns bei Dieter Bickenbach für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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